Meldung

14.12.2016

Nr. 415: Ansätze zur Messung der Performance im Best-Effort-Internet

Nr. 415: Ansätze zur Messung der Performance im Best-Effort-Internet

Autoren: J. Scott Marcus, Christian Wernick

Zusammenfassung 

Durch die BEREC Richtlinien vom August 2016 besteht nun größere Klarheit, unter welchen Bedingungen Anbieter vom Prinzip der Netzneutralität in Zukunft abweichen dürfen. Diese Richtlinien sind auch vor dem Hintergrund der Besorgnis zu verstehen, dass Netzbetreiber Internet-Verkehrsmanagement und Priorisierung dazu nutzen könnten, nicht-priorisierte Datenverkehre herabzustufen und damit das Best-Effort-Internet in eine „Schotterpiste" geringer Kapazität und Qualität zu verwandeln. Eine direkte Auswirkung der BEREC Richtlinien wird sein, dass die nationalen Regulierer (NRAs) die Performance im Best-Effort-Internet in Zukunft einem genaueren Monitoring unterziehen werden. 

Ansätze, die zur Messung der Performance im Best-Effort-Internet geeignet sind, stehen im Mittelpunkt unseres Diskussionsbeitrags. Wir beschäftigen uns mit der Frage, wie realistisch die Entstehung von „Schotterpisten"-Effekten aus ökonomischer Sicht in der Praxis ist. Wir setzen uns mit Qualitätsparametern im Internet auseinander und diskutieren die Vor- und Nachteile von Messmethoden, die heute bereits im Einsatz sind, und gehen auf einige grundlegende Aspekte ein, die für das Design eines integrativen und ganzheitlichen Ansatzes zur Performancemessung im Best-Effort-Internet von Relevanz sind. 

Unsere Analyse zeigt, dass „Schotterpisten"-Effekte in einem wettbewerblichen Umfeld wenig wahrscheinlich sind. Instrumente zur Messung der Qualität der Versorgung sind verbreitet und leisten einen Beitrag zur Objektivierung der Debatte. Nichtsdestotrotz stellt die Identifikation von Veränderungen in der Qualität des Best-Effort-Internets im Zeitablauf heute noch eine Herausforderung dar, die man jedoch mit der Unterstützung von Decision Support Systemen (DSS) überwinden kann. 

Der Diskussionsbeitrag ist als pdf-Datei verfügbar und kann gegen eine Schutzgebühr von 7 Euro inkl. MwSt. bestellt werden.