Internationale Konferenz:

Mobile broadband

– Competitive dynamics and policy implications –

Brüssel, Hotel Radisson Blu Royal, 11.-12. September 2012

Zur Zeit nutzen weltweit sechs Milliarden Menschen Mobilfunkdienstleistungen. Im Jahr 2000 waren es noch weniger als eine Milliarde. 75 Prozent der Weltbevölkerung nutzen mittlerweile ein Mobilfunktelefon und allein im Jahr 2011 wurden weltweit 30 Milliarden Web-Apps heruntergeladen. Eine Vielzahl neuer Anwendungen und Endgeräte und damit verbunden höhere Datenmengen und höhere Datenübertragungsraten verändern die Mobilfunkindustrie grundlegend und stellen ihre Marktteilnehmer vor neue Herausforderungen.

Vor diesem Hintergrund fand am 11. und 12. September 2012 in Brüssel eine vom WIK organisierte Konferenz statt, bei der die sich verändernden Wettbewerbsdynamiken im mobilen Breitband sowie die sich daraus ergebenden regulierungspolitischen Implikationen thematisiert wurden.

An der Konferenz nahmen über 100 hochrangige Vertreter der Mobilfunkindustrie, der Europäischen Kommission, der Wissenschaft sowie von Regulierungsbehörden teil. Die Teilnehmer kamen überwiegend aus europäischen Ländern, aber auch für Branchenfachleute aus Neuseeland, Japan, den USA und Kanada bot die Konferenz eine geeignete Plattform für den Wissensaustausch und zahlreiche Diskussionen über neueste Veränderungen und Entwicklungen im Bereich des mobilen Breitbands.

Robert Pepper, Vizepräsident Global Technology Policy von Cisco, erwartet insbesondere durch die steigende Nutzung des mobilen Breitbands eine weltweite Explosion des Datenverkehrs. Der globale IP Datenverkehr werde voraussichtlich bis 2016 auf jährlich 1,3 Zettabytes (1021 bytes) zunehmen und damit in etwa gleich groß sein wie die gesamte IP-Datenmengen-nachfrage zwischen 1984 und 2012 war.

Anthony Whelan, Kabinettschef von Neelie Kroes (der Kommissarin für die Digitale Agenda der Europäischen Kommission) erwartet, dass sich der europäische mobile Breitband-Datenverkehr im Jahr 2012 verdoppeln und im Jahr 2016 bereits 14,5 mal höher sein werde, als im Jahr 2011.

Aus wettbewerbs- und regulierungspolitischer Sicht sah Georg Serentschy, BEREC Vorsitzender 2012, Europa im Nachteil gegenüber Nordamerika und Asien. Europa verliere laut Serentschy an Boden, insbesondere in den Bereichen Innovation, Ausbau von Infrastrukturen und Attraktivität für Kapital und Arbeitsplätze. Um erfolgreich im Wettbewerb mit Nordamerika und Asien sein zu können, benötige Europa neue Strategien. Der gegenwärtige Rechtsrahmen in Europa, so der scheidende Vorsitzende von BEREC, müsse für eine schnelllebige Branche wie die der Telekommunikation flexibler gestaltet sein und müsse langfristige Investitionsanreize bieten, um Investoren anzuziehen.

Diese und weitere Präsentationen der Konferenz stehen ab sofort allen Interessierten zum Download zur Verfügung.

Kathrin Frieters
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