Markt- und Nutzungsanalyse von hochbitratigen TK-Diensten für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland

Es steht außer Frage, dass der Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) erheblich zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von KMU beitragen kann.

Vor diesem Hintergrund hat das WIK in einem Zuwendungsprojekt des BMWi die gewerbliche Breitbandnutzung durch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) untersucht. Es zeigt sich, dass KMU die Chancen der Digitalisierung (noch) nicht vollständig nutzen können. Dies liegt sowohl an der eingeschränkten Breitbandverfügbarkeit als auch an der oft mangelhaften Zahlungsbereitschaft für hochbitratige TK-Dienste aufgrund unzureichender Kenntnisse über deren Potenzial.

Darüber hinaus erfolgte im Rahmen des Projekts in zwei Kurzstudien auch eine Auseinandersetzung mit der Rolle von Kommunen beim Ausbau von Breitband im ländlichen Raum und mit der Nutzung von Synergien im Infrastrukturbereich zur Senkung der Kosten des FTTH-Ausbaus:

 

  • Das Engagement von Kommunen im ländlichen Breitbandausbau basiert auf einem anderen Investitionskalkül als das privatwirtschaftlicher Akteure: Aufgrund der hohen Bedeutung der Breitbandversorgung für die regionale Wirtschaft und aufgrund ihrer lokalen Verbundenheit wird es beeinflusst durch Synergien bei kommunalen Infrastrukturen, längere Amortisationszeiträume und lokales Engagement zur Erzielung höherer Penetrationsraten.

 

 

  • Der Investitionsbedarf für ein flächendeckendes FTTH-Netz in Deutschland liegt, wenn Synergiepotenziale durch Mitnutzung vorhandener Leerrohre und Mitverlegung mit anderen Infrastrukturen vollständig ausgeschöpft werden, mit ca. 45 Mrd. € deutlich niedriger als bei einer Vollerschließung ohne Berücksichtigung bereits vorhandener Infrastrukturen. Der resultierende Subventionsbedarf für den FTTH-Ausbau in Deutschland lässt sich dann auch um bis zu 70% reduzieren.

Die Studien stehen zum kostenlosen Download zur Verfügung.