Meldung

21.12.2021

WIK Working Paper Nr. 3: Kupfer-Glasfaser-Migration: Regulierte Vorleistungsentgelte als Migrationsanreiz

Um die Migration der Nachfrage von Konsumentenseite näher zu beleuchten, passen wir das Spokes-Modell des räumlichen Wettbewerbs von Chen & Riordan (2007) an ein duopolistisches Mehrproduktunternehmen an, in dem beide Unternehmen gleichzeitig Glasfaser- und Kupferprodukte anbieten, vergleichbar mit Brito & Tselekounis (2017). Unser Modell wird als 2x2-Produkt-Spokes-Modell konzipiert, in dem zwei Betreiber, ein Incumbent und ein Entrant, jeweils ein kupfer- und ein glasfaserbasiertes Internetprodukt für Endkunden anbieten, wobei der Entrant Zugangsentgelt für das Kupfernetz zahlt. Bei der Analyse der Unternehmensgewinne angesichts von Nachfrageverschiebungen, die durch asymmetrische Preisstrategien verursacht werden, stellen wir fest, dass für beide Betreiber Trade-offs im Zugangsentgelt bestehen, wobei der Trade-off des Incumbent bindender ist, da er ein größeres Interesse daran hat, die Nachfrage im Kupfernetz hoch zu halten. Wir bewerten die Relationen von Glasfaser Take-up zu Wohlfahrt. Dabei ergibt sich, dass der Take-up und die Wohlfahrt gleichzeitig mit dem Kupferzugangsentgelt auf der Vorleistungsebene bis zu einem kritischen Schwellenwert steigen. Jenseits dieses Schwellenwerts wird ein zusätzlicher Glasfaser Take-up mit einem Verlust an Gesamtwohlfahrt bezahlt.