Meldung

21.07.2022

Nr. 482: Kupfer-Glas-Migration in Frankreich und im Vereinigten Königreich

Nr. 482: Kupfer-Glas-Migration in Frankreich und im Vereinigten Königreich

Autoren: Sonia Strube Martins, Cara Schwarz-Schilling

Zusammenfassung

Das vorliegende Papier gibt einen Einblick in die Rahmenbedingungen und den Stand des Migrationsprozesses von Kupfer- zu Glasfasernetzen in Frankreich und im Vereinigten Königreich. Dabei haben Frankreich und UK trotz der unterschiedlichen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, unter denen die Kupfer-Glas-Migration stattfindet, einige Gemeinsamkeiten: Beide Regulierungsbehörden Ofcom und ARCEP haben die Rahmenbedingungen für die Abschaltung von Kupfernetzen bzw. für einen Vermarktungsstopp (Stop Sell) von kupferbasierten Vorleistungen und Diensten und den Zugang zu FTTH-Vorleistungen im Rahmen der Marktanalyse der Breitbandvorleistungsmärkte regulatorisch festgelegt, so dass Standardprodukte verfügbar und die Bestellprozesse implementiert sind. Die Rahmenbedingungen umfassen auch eine Mindestabdeckung, die die Einhaltung von Ankündigungsfristen sowie detaillierte Informationspflichten im Rahmen des Monitoring des Abschalteprozesses festlegt. Es werden Pilotprojekte für die Migration der Kunden zu Glasfasernetzen durchgeführt, in Frankreich auch in Gebieten, in denen alternative Netzbetreiber Glasfaser ausgebaut haben.

Zunächst werden Strukturparameter aufgeführt, die für den Glasfaserausbau in Frankreich und UK eine Rolle spielen, und zu den entsprechenden Zahlen in Deutschland in Beziehung gesetzt. Dem schließen sich die Kapitel zu den jeweiligen Migrationsprozessen in den beiden Ländern an. Dabei werden jeweils zunächst die Rahmenbedingungen für die freiwillige Migration dargestellt, bevor auf die regulatorischen Rahmenbedingungen und den derzeitigen Stand der Migrationsprozesse eingegangen wird. Das Papier endet mit einem Fazit aus den Länderfallstudien UK und Frankreich.