wik news August 2021

Breitband aus der Stratosphäre

WIK Kurzstudie stellt die Charakteristika der HAPS Technologie vor und geht auf ihre Potentiale für die Breitbandversorgung im ländlichen Raum ein

HAPS (High Altitude Platform Stations) sind in der Stratosphäre (ca. 20 km) fliegende Flugobjekte, die geostationär gehalten werden und mit ihren Antennen Gebiete mit einem Durchmesser von 100 - 200 km abdecken können. Bei entsprechender Ausstattung können sie sowohl für mobile als auch für stationäre Breitbanddienste genutzt werden. Aufgrund der vergleichsweise kurzen Latenzzeiten, bieten sie die Möglichkeit, äußerst leistungsfähige Breitbandverbindungen auch in abgelegenen ländlichen Gebieten zur Verfügung zu stellen.

Mehr

Durchblick im Passwortdschungel

Der Kurzbericht untersucht, welche Authentifizierungsverfahren und Lösungen Internetnutzer in Deutschland verwenden

Internetnutzer melden sich nahezu täglich bei verschiedenen digitalen Diensten an. Für die Authentifizierung, nutzen Verbraucher mehrheitlich weiterhin eine Kombination aus einer E-Mail-Adresse und einem individuell festgelegten Passwort.

Mit der steigenden Anzahl an verwendeten Services steigt jedoch auch die Herausforderung, sämtliche Nutzerkonten und die entsprechenden Anmeldedaten adäquat zu verwalten. Obwohl technische Lösungen, wie Passwort-Manger oder Single Sign-on Verfahren, Nutzer unterstützen können der Flut an Passwörtern zu begegnen, halten sich die Verbraucher mit der Nutzung von Single Sign-on Lösungen derweil noch zurück.

Vor allem gegenüber Social Log-ins, den Single Sign-on Angeboten großer digitaler Plattformanbieter, stehen einige Konsumenten kritisch gegenüber. Ihre Bedenken gelten dabei der Sicherheit und Zuverlässigkeit der Systeme. Derzeit nutzen lediglich 13% der Internetnutzer Social Log-ins.

Im Vergleich dazu stehen Verbraucher in Deutschland der Nutzung biometrischer Verfahren zur Authentifizierung durchaus aufgeschlossen entgegen. Etwas weniger als 50% der Internetnutzer nutzt bereits biometrische Authentifizierungsverfahren. Heute werden diese hauptsächlich zum Entsperren der digitalen Endgeräte genutzt. Doch Verbraucher können sich vorstellen, biometrische Merkmale in Zukunft auch in anderen Anwendungsfeldern zu nutzen.

Daher wird derzeit die Implementierung von biometrischen Authentifizierungsverfahren in weiteren Bereichen vorangetrieben. Doch sollte in diesem Zusammenhang insbesondere die Tatsache berücksichtigt werden, dass die biometrischen Merkmale eines Nutzers einmalig und unveränderlich sind und daher im Gegensatz zu einem kompromittierten Passwort nicht einfach geändert werden können.

Mehr

Let’s stay home!

Kurzstudie untersucht die aktuelle Nutzung von internet-basierten Kommunikations- und Mediendiensten

In der nunmehr fünften Auflage der Kurzstudienreihe zum Kommunikationsverhalten und der Mediennutzung in Deutschland werden die aktuellen Befragungsergebnisse aus dem Jahr 2020 zur Nutzung von internetbasierten Kommunikations- und Mediendiensten vorgestellt.

Der Kurzbericht zeigt, dass Verbraucher auch in 2020 weiterhin sowohl klassische als auch internetbasierte Kommunikationsdienste verwenden. Insgesamt gehören etwa 5,4 verschiedene Dienste zum Standardrepertoire der Konsumenten. Dies schließt häufig klassische Telekommunikationsdienste, aber auch WhatsApp und E-Mail ein.

Die Schwelle mehrere Dienste parallel zu nutzen ist denkbar gering, da die Nutzung internetbasierter Kommunikationsdienste selten mit monetären Kosten verbunden ist. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass dieses Multihoming vor allem durch Produktdifferenzierung und Innovation, sowie einen heterogenen Bekanntenkreis stimuliert und durch starke Netzwerkeffekte gehemmt wird. Das Multihoming-Verhalten kann zudem durch den Aufwand, mehrere Dienste parallel zu verwenden, beeinflusst sein.

Multihoming bei internetbasierten Medienangeboten ist hingegen seltener und weniger stark ausgeprägt – vor allem in Bezug zu Videostreaming-Diensten. Trotz der wachsenden Zahlungsbereitschaft sind nur wenige Konsumenten bereit, mehrere Videostreaming-Dienste zu erwerben. Allerdings lässt die zunehmende Differenzierung der Anbieter über exklusive Inhalte und eine damit einhergehende Fragmentierung des Inhalteangebots deutliche Veränderungen in der Zukunft erwarten. Es bleibt abzusehen, wie sich die neuen Services von Disney und Co. auf dem Markt positionieren. 

Mehr

Mittelstand-Digital: Spotlight Blockchain

Begleitforschung am WIK organisiert dreiteilige Webinar-Reihe für KMU

Die verstärkte Präsenz des Themas Blockchain in der Öffentlichkeit spiegelt sich noch nicht in einer entsprechenden Implementierung von Blockchain-Lösungen in deutschen Unternehmen wider. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom für Unternehmen ab 50 Beschäftigte. Die Zahlen legen dar, dass kein signifikanter Fortschritt bei der Implementierung der Blockchain-Technologie in die Breite der deutschen Wirtschaft  erkennbar ist. Gaben im Jahr 2018 86% der befragten Unternehmen an, sich noch nicht mit dem Einsatz von Blockchain beschäftigt zu haben, so sind dies im Jahr 2021 gar 87%.

Neben dem Mangel an IT-Fachkräften hemmen auch die begrenzten finanziellen Mittel von KMU den Einsatz von Blockchain-Lösungen im Mittelstand, dadurch, dass dieser Mangel die Risikoaversion im Mittelstand erhöht und damit die Investitionsbereitschaft in Zukunftstechnologien einschränkt. Umso wichtiger ist das anwendungsorientierte Aufbereiten und Vermitteln von realen Use Cases, um den Nutzen und die Wirtschaftlichkeit von Blockchain-Lösungen für mittelständische Unternehmen aufzuzeigen.

Mit der dreiteiligen Online-Veranstaltungsreihe „Mittelstand-Digital Spotlight: Blockchain“  setzt die bei WIK-Consult angesiedelte Begleitforschung des BMWi-Förderschwerpunkts Mittelstand-Digital genau hier an. In jedem der drei Termine berichten mittelständische UnternehmerInnen vom Blockchain-Einsatz in ihren Unternehmen, ergänzt um eine inhaltliche Einführung in das Thema der jeweiligen Veranstaltung durch Blockchain-ExpertInnen aus den Zentren des Netzwerks Mittelstand-Digital. Im Anschluss an jeden der drei Termine besteht die Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung.

Folgende Themenschwerpunkte werden an den Terminen der dreiteiligen Webinar-Reihe aufgegriffen:

  • Mi, 25.08., 16:00 – 17:30 Uhr: Anwendungsorientierte Einführung in die Blockchain-Technologie

  • Mi, 01.09., 16:00 – 17:30 Uhr: Blockchain in der Logistik

  • Mi, 08.09., 16:00 – 17:30 Uhr: Blockchain in der Industrie 4.0

Mehr

Begleitstudie zur Bewertung der Bekanntmachung der Kommission über die Definition des relevanten Marktes für die Zwecke des gemeinschaftlichen Wettbewerbsrechts

Diese Studie von VVA, LE Europe, WIK-Consult, WIFO und Grimaldi arbeitet die Prinzipien und Best Practices für die Definition relevanter Märkte heraus, die in die Evaluierung der Marktdefinitionsbekanntmachung (MDN) der Europäischen Kommission einfließen können. Die Studie identifiziert und beschreibt solche Prinzipien und Best Practices, gegliedert nach den folgenden vier Schwerpunktbereichen:

1. Digitalisierung
2. Innovation
3. Geografische Marktdefinition und
4. Quantitative Verfahren

Für diesen Bericht erstellte ein Team von Themenexperten eine Analyse nach Schwerpunktbereichen auf der Grundlage der einschlägigen ökonomischen und rechtlichen Literatur, die sich auf die in der Aufgabenstellung aufgeführten Schlüsselfragen konzentriert, einschließlich der Punkte, an denen Konvergenzen, Divergenzen und Lücken zu den in der MDN enthaltenen Leitlinien bestehen. Darüber hinaus hat das Team eine Reihe von Leitlinien zur Durchsetzung des Wettbewerbsrechts, Fälle und Gerichtsurteile von nationalen Wettbewerbsbehörden innerhalb und außerhalb des EWR analysiert und geprüft.

Mehr

Die Auswirkungen von zielgerichteter Onlinewerbung auf Werbetreibende, Marktzutritt und Verbraucherverhalten

Der Markt für Onlinewerbung verzeichnet einen stetigen Wachstumstrend, der durch die COVID-19-Pandemie nochmals verstärkt wurde. Verbraucher und KMUs werden so immer häufiger Empfänger von zielgerichteter Onlinewerbung. Intermediäre Dienstleister, sog. Advertising Networks, analysieren zu diesem Zweck Verhaltensmuster sowie personenbezogene Daten individueller Nutzer. Dies wirft Fragen hinsichtlich der Privatsphäre und des Datenschutzes, einem möglichen Diskriminierungspotential durch Algorithmen sowie der Wettbewerbssituation im Markt für Onlinewerbung auf.

Die vorliegende WIK-Studie „Online advertising: the impact of targeted advertising on advertisers, market access and consumer choice“ identifiziert Chancen und Risiken durch zielgerichtete Onlinewerbung aus Sicht von Verbrauchern und Unternehmen vor dem Hintergrund aktueller Gesetzgebung und zeigt mögliche Ansätze auf diese regulatorisch zu adressieren.

Zu diesem Zweck wird der Onlinewerbemarkt hinsichtlich seiner verschiedenen Wertschöpfungsstufen und Marktteilnehmer analysiert. Technische Charakteristika unterschiedlicher Targeting-Methoden wie Real-time Bidding (RTB), das Design von Werbeauktionen, die Rolle von Daten, Cookies und anderer Tracking-Tools werden erläutert und ökonomische Implikationen für Verbraucher, Werbetreibende, Anbieter von Werbeflächen und Intermediären abgeleitet.

Auf Basis einer ausführlichen Literaturanalyse, einer Bestandsaufnahme juristischer Rahmenwerke, sowie Stakeholder-Interviews und länderbasierten Fallstudien, entwickelt die Studie klare Handlungsempfehlungen. Dazu gehören Informationsverpflichtungen, Design Guidelines zur Einholung von Werbeberechtigungen, Transparenzregelungen in Bezug auf Algorithmen, Werbeauktionen und den Erfolg von Werbekampagnen. Zusätzlich werden Maßnahmen zur Verhinderung von missbräuchlichem Verhalten durch Intermediäre (z.B. Bundling) angeregt, denen im Sinne des DMA Entwurfs eine Gatekeeper Rolle zugesprochen werden kann.

Mehr

© WIK 2022 | Impressum