wik news Dezember 2019

Time To Say Goodbye

Am 31. Dezember 2019 scheide ich nach fünf spannenden Jahren als Geschäftsführerin und Direktorin des WIK aus.

In dieser Zeit sind im WIK 52 wissenschaftliche Diskussionsbeiträge und deutlich über 120 Studien fertig gestellt worden, die Anzahl allein meiner Vorträge, Panelteilnahmen u. Ä. mag ich nicht zählen.

Meine Zeit beim WIK war für mich bereichernd, weil ich weiterhin einen Beitrag dazu leisten konnte, dass Deutschland auf dem Weg zur Gigabit-Gesellschaft – wenn auch aus meiner Sicht zu langsam – vorangekommen ist.

Dies ist natürlich nicht allein mein Verdienst. Ohne die Kolleginnen und Kollegen im WIK mit ihrem Engagement und ihrer fachlichen Qualifikation wären diese Fortschritte und Erfolge nicht möglich gewesen.

Aber auch Unterstützung, Ideen, Ratschläge, Anregungen und konstruktive Kritik von Dritten, z.B. Partnern, Kunden und Beiräten, waren wertvoll und haben das WIK spürbar vorangebracht. Hierfür möchte ich mich herzlich bedanken. Sie haben maßgeblich dazu beizutragen, dass das WIK heute da steht, wo es ist.

Ich bin sicher, dass Sie dem WIK weiterhin verbunden bleiben und die neue Geschäftsführung in Zukunft genauso hilfreich unterstützen werden wie mich in der Vergangenheit.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien gesegnete Festtage und ein gutes Jahr 2020.

Dr. Iris Henseler-Unger

BMWi ernennt neue Geschäftsführerin des WIK

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat in seiner Eigenschaft als Gesellschafterin des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) Frau Dr. Cara Schwarz-Schilling zur neuen Geschäftsführerin des WIK berufen.

Dr. Schwarz-Schilling war lange Jahre in der Bundesnetzagentur tätig, zuletzt als Vorsitzende der Beschlusskammer 11 – Nationale Streitbeilegungsstelle des DigiNetz-Gesetzes. Sie ist bestens vertraut mit allen aktuellen Themen der Regulierung, des Breitbandausbaus und des Internets. Sie war in den einschlägigen deutschen und europäischen Gremien der Regulierungsbehörden aktiv und hat dort auch die internationale Debatte zur Digitalisierung geprägt. Dr. Cara Schwarz-Schilling wird die Geschäftsführung des WIK zum 1. Januar 2020 von Dr. Iris Henseler-Unger übernehmen, die fünf Jahre erfolgreich die Geschicke des WIK bestimmt hat.

„Das WIK freut sich auf die neue Geschäftsführerin", so Dr. Henseler- Unger. „Mit Dr. Schwarz-Schilling wird das WIK hervorragend für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet sein. Es wird damit seine Position als eine der führenden Forschungs- und Beratungseinrichtungen im Bereich der regulierten Netzindustrien in Europa behaupten und weiter durch innovative Beiträge zur nationalen und europäischen Breitband- und Regulierungspolitik sowie zur Digitalisierung hervortreten."

12 Thesen zur Zukunft des dualen Mediensystems

Wie kann das deutsche Mediensystem zukunftssicher ausgestaltet werden?

Das duale Mediensystem steht vor großen Veränderungen: Insbesondere ist eine Diskussion über die Neuausrichtung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ÖRR) und die Finanzierung über Rundfunkbeiträge entbrannt. Die jüngst erschienene WIK-Studie im Auftrag der Mediengruppe RTL Deutschland GmbH und der ProSiebenSat.1 Media SE zeigt die aktuellen Herausforderungen auf und leitet Vorschläge für eine Neuausrichtung des bestehenden Systems ab.

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Internationale Vergleichsstudie bezüglich der Anwendung und Umsetzung des Nachbildbarkeitsansatzes

Der von der Kommission im Jahr 2014 vorgestellte Nachbildbarkeitsansatz (Economic Replicability Test – ERT) wurde mit dem Ziel eingeführt, ein angemessenes Gleichgewicht zwischen der Gewährleistung eines effizienten Zugangs und ausreichender Investitionsanreize zu ermöglichen. In Deutschland sind reine Nachbildbarkeitsansätze noch nicht eingeführt, werden jedoch aktuell vor dem Hintergrund der anstehenden Regulierungsverfügung für Markt 3 a/b diskutiert. WIK hat untersucht, wie in ausgewählten europäischen Ländern (Belgien, Spanien, Schweden und Großbritannien) der ökonomische Nachbildbarkeitstest konzipiert und umgesetzt wurde.

In der Regel werden in den untersuchten Ländern nicht alle Endkundenprodukte getestet, sondern nur so genannte Flaggschiffprodukte, wodurch der Testumfang begrenzt wird. Zur Bestimmung von Flaggschiffprodukten werden in der Regel Absatz und/oder Umsatzzahlen herangezogen. Bei der Behandlung von Bündelprodukten geht es vor allem um die Behandlung von nichtregulierten Komponenten eines Bündels. Hier unterscheiden sich die Ansätze in den betrachteten Ländern. Das Weglassen nichtregulierter Komponenten, wie beispielsweise Mobilfunkdienste oder TV-Inhalte im Rahmen eines Nachbildbarkeitstests, hängt damit zusammen, dass nationale Regulierungsbehörden oft nicht an die notwendigen (Kosten-)Informationen der betreffenden Komponenten kommen. Auch bei den Verfahrensaspekten unterscheiden sich die Ansätze in den jeweiligen Ländern. Beispielsweise führen manche Länder, vor dem Hintergrund ständiger Preisveränderungen, den ERT in regelmäßigen Zeitabständen durch, während der ERT in anderen Ländern nach einem bestimmten Trigger-Ereignis (z.B. Einführung eines neuen Produktes) aktiviert wird. Festzuhalten bleibt, dass der ERT je nach Land unterschiedlich interpretiert wird. Unterschiedliche Marktstrukturen sowie Endkunden- und Vorleistungsprodukte und bisherige Erfahrungen im Hinblick auf die Verwendung von Preis-Kosten-Scheren-Tests führen zu länderspezifischen Ansätzen.

Schließlich zeigt die Analyse, dass die Existenz eines Kupferankers und/oder der Wettbewerb mit alternativen Infrastrukturen dafür sorgen, dass Preisniveaus nicht unverhältnismäßig ansteigen. Beim Wegfall des Kupferankers oder gar des Infrastrukturwettbewerbs kann es zu allgemeinen Erhöhungen der Preisniveaus kommen. Demnach sollte der ERT als Nachbildbarkeitsansatz zum Schutz des Wettbewerbs, im Gegensatz zur kostenorientierten Preisregulierung, in einem geeigneten Regulierungsumfeld oder Infrastrukturwettbewerb eingebettet sein.

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Zugang zu Behördendaten für Digitalisierungsprojekte

Erfahrungsbericht aus dem mFUND-Arbeitsforum Open Data und Behörden auf der Smart Country Convention 2019 in Berlin vorgestellt

Innovative Projekte im Bereich Mobilität sind mit besonderen Herausforderungen konfrontiert, wenn sie öffentliche und private Datenquellen nutzen wollen. Die effiziente Beschaffung von Daten ist davon abhängig, dass der Zugang zu Datensätzen und Metainformationen gewährleistet ist. Hier wurde mit der mCLOUD des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur ein erster Schritt getan. Viele Entwickler benötigen jedoch Daten auch aus anderen Quellen und machen die Erfahrung, dass diese nicht immer offen, kostenfrei und dauerhaft verfügbar sind.

Die Veröffentlichung der mFUND-Begleitforschung des WIK informiert über Wege zur effizienten Suche, Beschaffung und Weiterverwendung von kommunalen Behördendaten. Die Autoren des mFUND-Arbeitsforums identifizieren die typischen Probleme bei der Datenbeschaffung. Sie machen Vorschläge zur Verbesserung der Rahmenbedingungen und wenden sich damit an politische Entscheider in Bund, Ländern und Kommunen.

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Datenschutz-Workshop: Wann ist eine Einverständniserklärung nötig?

mFUND-Begleitforschung des WIK informiert Mobilitätsprojekte über rechtliche Anforderungen

Die im mFUND vom BMVI geförderten Mobilitätsprojekte benötigen häufig personenbezogene Daten oder personenbeziehbare Daten. Die WIK-Begleitforschung zum mFUND hat im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur am 7. Oktober 2019 in Bonn einen Workshop veranstaltet, der Fragen in Bezug auf Einwilligungserklärungen und rechtliche Anforderungen zum Thema hatte.

Die mFUND-Projekte hatten Gelegenheit, einem Fachanwalt ihre Fragen zu stellen und ihren Forschungskollegen eigene Lösungsansätze und Umsetzungsbeispiele vorzustellen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist zum Beispiel die Abgrenzung von Datenerhebungen für wissenschaftliche Zwecke und für Produktentwicklungen.

Die Veranstaltung wird mit einem Workshop zum Thema Anonymisierung fortgesetzt. Weitere Termine für Veranstaltungen finden Sie unter "Mehr"

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IT-Sicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen

WIK veröffentlicht englische Version der repräsentativen Studie

Auf der Basis einer empirisch untermauerten Analyse zur Lage der IT-Sicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) wurden im Rahmen einer Studie nachhaltige Erkenntnisse mitsamt Handlungsempfehlungen für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) entwickelt. Dadurch wird die Grundlage dafür geschaffen, die Awareness bei Unternehmen, Interessensvertretern und Entscheidungsträgern für die Zukunftsaufgabe „Erhöhung der IT-Sicherheit" zu schärfen. Die Studie wurde im Rahmen der Initiative „IT-Sicherheit in der Wirtschaft" erstellt und steht jetzt auch in englischer Sprache zum Download zur Verfügung.

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ACCC genehmigt beantragte Preiserhöhung von Australia Post

WIK-Consult unterstützt ACCC bei Preisregulierung von Australia Post

WIK-Consult hat im Herbst 2019 die australische Regulierungsbehörde ACCC bei der Preisregulierung von Australia Post (AP) unterstützt. Ausgehend von den Schlussfolgerungen und Empfehlungen der vorangegangenen Untersuchung aus dem Jahr 2015 hat WIK-Consult zwei Aspekte im Detail untersucht: (1) die Veränderungen im Kostenallokationsmodell von Australia Post und (2) den Fortschritt, den das Unternehmen bei der Modernisierung seiner Briefdienste gemacht hat. Am 6. Dezember 2019 hat ACCC ihre Entscheidung zum Preisantrag der Australischen Post veröffentlicht, wonach sie keine Einwände gegen die vorgeschlagene Erhöhung erhebt. Die Zusammenfassung der WIK-Consult-Studie (in englischer Sprache) steht auf der Webseite der ACCC zum Download zur Verfügung.

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Wir wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches neues Jahr.

Vorträge

EU-Postregulierung: Update aus Brüssel, Präsentation von Alex Kalevi Dieke auf dem Postforum 2019 des BBD am 4. November 2019 in Berlin

Internationale Warenströme – Flut ohne Ende?, Präsentation von Iris Henseler-Unger auf dem Postmarktforum 2019 der Bundesnetzagentur am 5. November 2019 in Berlin

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