wik news Januar 2021

FROHES NEUES JAHR

Wir möchten uns nach diesem außergewöhnlichen Jahr für die angenehme Zusammenarbeit und Ihr Vertrauen bedanken.

Für das neue Jahr wünschen wir Ihnen viel Glück, Erfolg und vor allem Gesundheit!

WIK Online-Workshops am 19. und 21. Januar 2021

Elektronische Kommunikationsmärkte vor dem Hintergrund der neuen Märkteempfehlung

Die Europäische Kommission veröffentlicht im Dezember 2020 die neue Empfehlung über relevante Märkte. Das WIK veranstaltet zwei Online-Workshops zur neuen Märkteempfehlung. Im englischsprachigen Workshop am 19. Januar 2021 wird Kamila Kloc von der Europäischen Kommission einen Überblick über die neue Märkteempfehlung und die wichtigsten Änderungen und Auswirkungen für Regulierer und Marktteilnehmer geben. Darüber hinaus tragen die Autoren der WIK Studie die wichtigsten Ergebnisse des Berichts vor dem Hintergrund der Märkteempfehlung vor. Da sich die Markt- und Wettbewerbsbedingungen in den jeweiligen Mitgliedstaaten teilweise stark unterscheiden, lohnt sich ein vertiefender Blick nach Deutschland. Dazu lädt das WIK am 21. Januar 2021 im zweiten Online-Workshop ein, der in deutscher Sprache abgehalten wird.

Mehr

EU Kommission veröffentlicht Studie zum Digital Markets Act

Die Digitalisierung von Dienstleistungen hat zu zahlreichen Innovationen, mehr Wettbewerb und Vorteilen für die Verbraucher geführt. Allerdings wird die Digitalisierung auch mit der Fähigkeit bestimmter Akteure assoziiert, als Gatekeeper zu fungieren und abhängigen Unternehmen unfaire Geschäftsbedingungen aufzuerlegen.

Die vorliegenden Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die bestehenden Maßnahmen nicht ausreichen, um diese Probleme zu lösen, und dass Europa von der Einführung einer EU-weiten Gesetzgebung profitieren würde, die Plattformen, die die Fähigkeit haben, als Gatekeeper zu fungieren, ex-ante regulatorische Verpflichtungen auferlegt. Die Wirkung dieser Maßnahme könnte maximiert werden, wenn klare Anforderungen in der Gesetzgebung mit der Möglichkeit kombiniert werden, fallspezifische Analyse durchzuführen sowie flexiblere und maßgeschneiderte Maßnahmen in den Fällen anzuwenden, in denen es nicht möglich ist, die betreffende Plattform explizit als Gatekeeper zu bestimmen oder die Konstruktion der zugehörigen Auflagen keine automatische Anwendung zulässt. Die Europäische Kommission ist am besten in der Lage als Regulierungsbehörde – unterstützt durch ein Netzwerk von Experten aus nationalen Behörden – die betreffenden Maßnahmen anzuwenden und durchzusetzen.

Mehr

Einsparungspotentiale beim Ausbau von 5G durch Infrastructure Sharing

Die gemeinsame Nutzung von Infrastrukturelementen, bezeichnet als Infrastructure Sharing, ermöglicht Mobilfunknetzbetreiber Kosten einzusparen. Den Kostenvorteilen stehen Nachteile gegenüber. Regulatorische Vorgaben zum Infrastructure Sharing müssen eine Abwägungsentscheidung zwischen den Vor- und Nachteilen treffen. Der vorliegende Beitrag beleuchtet das Thema Infrastructure Sharing in seinen unterschiedlichen Facetten und bietet eine Diskussionsgrundlage für regulatorische und wettbewerbspolitische Entscheidungen. Den Hauptteil der Arbeit stellen eigene Berechnungen zu möglichen Einsparungspotentialen durch Infrastructure Sharing im Rahmen der Einführung von 5G dar. So können Kostenvorteile der beteiligten Unternehmen quantifiziert und damit die (regulatorische) Entscheidungsfindung unterstützt werden.

Mehr

„Schöne vernetzte Welt?“

WIK-Studie untersucht mögliche Problemfelder bei smarten Consumer-Produkten

Die Anzahl vernetzter Produkte für Verbraucher nimmt kontinuierlich zu und bietet vielfach erweiterte Anwendungsmöglichkeiten und zusätzlichen Nutzen gegenüber herkömmlichen Produktvarianten. Der vorliegende Diskussionsbeitrag analysiert zentrale Anwendungsbereiche, untersucht wettbewerbs- und verbraucherschutzrechtliche Probleme und bewertet den möglichen Regelungsbedarf.

Die Analyse zeigt, dass der gegenwärtige Regulierungsrahmen für die Handhabung möglicher Probleme im Consumer IoT-Bereich grundsätzlich geeignet ist. Dennoch sollten Entscheidungsträger in den Feldern Wettbewerbspolitik (insbesondere Plattformregulierung), Verbraucher- und Datenschutz sowie IT-Sicherheit zukünftige Entwicklungen kontinuierlich und sorgfältig beobachten. Hier könnten sich möglicherweise die bereits heute erkennbaren Wettbewerbsprobleme durch Gatekeeper-Rollen von Herstellern und Lock-In-Effekte in Ökosysteme führender Anbieter weiter verstärken. Darüber hinaus steigt durch die zunehmende Verbreitung von Mikrofonen und Kameras in vernetzten Geräten die Gefahr von Verstößen gegen bestehende Regelungen zu Verbraucher- und Datenschutz.

Mehr

Einfluss von Versorgungsauflagen auf die Mobilfunkabdeckung in der EU

Auf der Basis ökonometrischer Messmethoden wurde ermittelt, inwiefern Versorgungsauflagen in der Vergangenheit im Kontext der Frequenzvergaben einen tatsächlichen Einfluss auf die Mobilfunkabdeckung von 3G und 4G in den Mitgliedsstaaten der EU gehabt haben. Die Ergebnisse des Ländervergleiches zeigen, dass Versorgungsauflagen einen durchweg positiv signifikanten Effekt auf die Mobilfunkabdeckung haben.

Mehr

WIK schätzt die Kosten einer Gigabitvollerschließung Bayerns

Im Auftrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im bayerischen Landtag hat das WIK die Fortschritte beim Breitbandausbau in den letzten Jahren untersucht und die Kosten einer Vollerschließung mit Gigabitnetzen errechnet.

Im bundesdeutschen Vergleich hat Bayern bei allen betrachteten Bandbreitenklassen überdurchschnittlich abgeschnitten. Gleichwohl ist die Abdeckung mit FTTH insbesondere im internationalen Vergleich weiterhin relativ gering. Die Analysen zeigen, dass dies auch daran liegt, dass zwischen 2017 und 2019 weiterhin in relevantem Umfang Fördermittel in den Ausbau von FTTC-Technologie (anstatt in FTTH) geflossen sind ist.

Für eine komplette FTTH-Erschließung wären auf Basis unserer Berechnungen Investitionen in Höhe von 10,61 Mrd. € erforderlich. Berücksichtigt man die vorhandenen Kabelnetze und unterstellt, dass diese in den kommenden Jahren ausnahmslos auf DOCSIS 3.1 und 4.0 aufgerüstet werden, reduziert sich der Investitionsbedarf auf  5,87 Mrd. €. Die notwendigen Subventionen belaufen sich in allen Szenarien auf rund eine halbe Milliarde €.

Mehr

Cloud-Lösungen und KI-as-a-Service

Aktuelle und potenzielle Anwendungsszenarien und Marktentwicklungen

Cloud-Dienste haben eine hohe Marktdurchdringung mit weiterhin hohen Wachstumsraten. Durch die Kombination von Cloud-Diensten und Applikationen mit Künstlicher Intelligenz (KI) ergeben sich neue Potenziale, für Anbieter und für Anwender, die einen niedrigschwelligen Einstieg in die Anwendung von KI benötigen. Diese Studie erfasst die aktuelle Marktsituation im Marktsegment KI-as-a-Service, identifiziert Geschäftsstrategien der bedeutenden Anbieter und zentrale Einflussfaktoren der Marktentwicklungen.

Mehr

WIK Studie analysiert die Angebotsentwicklung auf dem deutschen Mobilfunkmarkt im Zeitraum 2017-2020

Empirische Analysen der Tarifentwicklung liefern spannende Ergebnisse zur Wettbewerbsentwicklung

Auf dem deutschen Mobilfunkmarkt existiert eine ausgeprägte Angebotsvielfalt, über die unterschiedliche Nutzersegmente bedient werden. Bei der Mehrzahl der angebotenen Tarife sind im Betrachtungszeitraum fallende Preise bzw. steigende Aufladungen bei konstanten Preisen zu beobachten. Intensiver Wettbewerb herrscht insbesondere im Low/Medium User Segment. Angebotsvielfalt und Wettbewerbsintensität nehmen im High User Segment hingegen deutlich ab. Diensteanbieter können dieses Segment kaum bedienen und auch zwischen den MNOs ist die Wettbewerbsintensität aufgrund der Unterschiede bei der Netzabdeckung und -qualität eher gering ausgeprägt.

Mehr

WIK unterstützt die EU Kommission beim Bewertungsprozess der Geoblocking Verordnung

Studie zur Evaluierung der Auswirkungen einer Erweiterung des Geltungsbereichs der aktuellen Geoblocking Verordnung

Um Geoblocking in Fällen zu untersagen, in denen dieses ungerechtfertigt ist, ist seit 2018 die aktuelle Geoblocking Verordnung in Kraft. Gemäß Artikel 9 unterliegt diese Verordnung jedoch in einem Turnus von fünf Jahren einer Prüfung. Für die erste Überprüfung ist dabei eine Bewertung des Geltungsbereichs der Verordnung vorgesehen; vor allem im Hinblick auf Dienstleistungen, die den Zugang zu urheberrechtlich geschützten Inhalten im audiovisuellen Sektor und in gewissen nicht-audiovisuellen Sektoren (in Bezug auf Artikel 4) erlauben. Aktuell liegen derartige Dienstleistungen gänzlich oder zumindest teilweise außerhalb des Geltungsbereichs der Verordnung.

Die Studie „Study on the impacts of the extension of the scope of the Geo-blocking Regulation to audiovisual and non-audiovisual services giving access to copyright protected content“ liefert der EU Kommission (DG Connect) auf Grundlage verschiedener methodischer Instrumente wie Befragungen und Umfragen unter Industrievertretern und Konsumenten, Testeinkäufen, und Datenbank- sowie Literaturanalysen eine Einschätzung über die Auswirkung der Erweiterung des Geltungsbereichs der Geoblocking Verordnung in Hinblick auf audiovisuelle und nicht-audiovisuelle Dienstleistungen, die Zugang zu urheberrechtlich geschützten Inhalten gewähren.

Mehr

WIK veröffentlicht einen Diskussionsbeitrag zur Nutzung von Plattformen in der Sharing Economy

In dem Diskussionsbeitrag „Multihoming bei Plattformdiensten – Eine nachfrageseitige Betrachtung“ wird anhand einer Online-Verbraucherbefragung des WIK die aktuelle Nutzung von Plattformdiensten, die der Sharing Economy zugerechnet werden können, analysiert. Dabei stehen vor allem zwei etablierte Segmente der Sharing Economy im Fokus: Der Mobilitätssektor sowie der Unterkunftssektor. Vor allem die Nutzung von Sharing-Plattformen im Mobilitätssektor liegt derzeit noch auf einem relativ niedrigen Niveau. Die Datenauswertung zeigt, dass aktuell nur etwa 5% der Befragten P2P Sharing-Plattformen im Mobilitätssektor als Anbieter oder Nachfrager nutzen. Im Unterkunftssektor liegt die Nutzung von P2P Sharing-Angeboten hingegen bereits bei 18%. Zudem findet Multihoming in beiden Sektoren eher selten statt.

Persönlichkeitsmerkmale und Einstellungen der Befragten haben sowohl im Mobilitäts- als auch im Unterkunftssektor einen Einfluss auf die Nutzung von P2P-Sharing-Plattformen und -Angeboten. Nutzer sind tendenziell vertrauensvoller, umweltbewusster und kontaktfreudiger als Nichtnutzer. Zusätzlich werden Nutzer auch durch explizite soziale und ökologische, aber auch ökonomische Beweggründe geleitet. Darüber hinaus spielen auch die Nützlichkeit der Plattform sowie Vertrauen in die Plattform und die Plattformnutzer eine wichtige Rolle bei der Nutzungsentscheidung. Letztere Faktoren können ebenfalls Multihoming bedingen.

Mehr

Verbundproduktion im Zustellmarkt: Briefnetze mit Paketen oder Paketnetze mit Briefen?

Kosteneinsparungen und Qualitätssicherung im Universaldienst durch Verbundzustellung von Briefen und Paketen

Die Postmärkte befinden sich national und international in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Die Digitalisierung verändert die Kommunikationsformen zwischen Verbrauchern, Unternehmen und staatlichen Institutionen. In der Folge fallen seit Jahren die Briefmengen nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Gleichzeitig führt der stark wachsende Onlinehandel zu einer Zunahme im Warenversand an Verbraucher.

Der Diskussionsbeitrag präsentiert die Ergebnisse einer Benchmark-Analyse von sieben nationalen Postunternehmen. Insgesamt streben die Postunternehmen an, die Vorteile eines bestehenden, flächendeckenden Briefzustellnetzes auch für die Zustellung von Warensendungen zu nutzen und aufgrund des Briefmengenrückgangs frei werdende Zustellkapazitäten zu nutzen. Darüber hinaus versuchen die Postunternehmen besonders die letzte Meile flexibler und für Briefpost- und Warensendungen durchlässiger zu gestalten, um besser den erheblichen Nachfrageschwankungen im Warenversand begegnen zu können.

In einer Modellsimulation zeigt die Studie, dass Verbundzustellung zu Kosteneinsparungen im Vergleich zu getrennten Zustellnetzen führt. Es wird erwartet, dass die Deutsche Post diese Strategie auch in den nächsten Jahren verfolgen wird. Verbundzustellung trägt zur Sicherung des Qualitätsniveaus im postalischen Universaldienst besonders im ländlichen Raum bei.

Mehr

FTTB/H-Ausbauaktivität im europäischen Vergleich

Eine ökonometrische Analyse

Die Ziele der EU zur Digitalisierung erfordern zukünftig erhebliche Anstrengungen zum Ausbau leistungsfähiger Kommunikationsnetze. Die Ergebnisse ökonometrischer Analysen deuten auf einen Infrastrukturwettbewerb zwischen Kabel und Glasfaser (FTTB/H) hin. Entwicklungen in Richtung einer Gigabit-Gesellschaft und umfangreiche staatliche Fördermaßnahmen für den Glasfaserausbau könnten vor dem Hintergrund der zukünftig zu erwartenden Leistungsfähigkeit der Technologien jedoch dazu führen, dass Breitbandkabel als Shared Medium in Relation zu Glasfaser eher an Attraktivität verlieren könnte. Prospektiv könnte dies zu einer Situation führen, in der in vielen Anschlussbereichen nur eine Infrastruktur verbleibt, nämlich FTTB/H.

Mehr

To buy, or not to buy”?

Wie reagieren Incumbents auf den FTTH-Roll-Out alternativer Netzbetreiber?

Im Hinblick auf den steigenden FTTB/H-Ausbau von alternativen Wettbewerbern in vielen Ländern stellt sich die Frage nach strategischen Reaktionen der Incumbents. Gerade wenn ein paralleler Ausbau nicht wirtschaftlich ist, wäre zu erwarten, dass Incumbents FTTB/H-Vorleistungsprodukte bei alternativen Wettbewerbern nachfragen (Wholebuy). Der vorliegende Diskussionsbeitrag analysiert in den Länderfallstudien Deutschland, Dänemark, Italien, Österreich, Schweden und Spanien die Relevanz solcher Wholebuy-Vereinbarungen und analysiert länderübergreifende Muster, Treiber und Hemmnisse.

Mehr

Die Negativauktion als ein Instrument zur Versorgung weißer Flecken mit Mobilfunkdiensten

Eine Weiße-Flecken-Auktion ist ein Verfahren, Unternehmen zu bestimmen, die die Flächendeckung mit leistungsstarken Mobilfunkdiensten sicherstellen. Mit der Weiße-Flecken-Auktion würden in einem transparenten, nachvollziehbaren und diskriminierungsfreien Verfahren Unternehmen bestimmt, die die Versorgung bisher unversorgter Haushalte bzw. Gebiete gegen den Erhalt der geringsten Fördersumme vornehmen. In einer solchen Versteigerung bieten die Unternehmen freiwillig für eine Versorgungsverpflichtung exakt bestimmter weißer Flecken (unversorgte Gebiete), die mit einer im Vorfeld festgelegten maximalen Kompensationszahlung verbunden ist. Sie müssen dann, wenn sie die Versorgungspflicht für das Gebiet ersteigern, die spezifischen Versorgungsauflagen erfüllen.

Internationale Erfahrungen und eigene konzeptionelle Überlegungen zeigen, dass Weiße-Flecken-Auktionen durchaus eine Option darstellen, objektiv, transparent, diskriminierungsfrei und nachvollziehbar eine Versorgung weißer Flecken durch den Mobilfunknetzbetreiber zu generieren, der dies am effizientesten tun kann. Das Design einer Negativauktion muss so ausgestaltet sein, dass die maximalen Kompensationsbeträge für die weißen Flecken bzw. Cluster angemessenen sind und eine Anreizwirkung zur Teilnahme an der Auktion entfalten. Zur Berechnung der maximalen Kompensation sind analytisch und empirisch fundierte Methoden erforderlich.

Mehr

Irreführende Glasfaser-Werbung in Europa

Was verbirgt sich hinter dem Etikett “Glasfaser“?

Eine Studie unter europäischen Verbrauchern ergab, dass es Verwirrung über die Begriffe gibt, die für die Vermarktung von Breitbandzugangstechnologien verwendet werden, so dass es für die Kunden schwierig ist, zu erkennen, welche Netze die beste Leistung erbringen. Verbraucher meinen sogar, sie hätten Glasfaserzugang, obwohl sie in Wirklichkeit keinen haben.

Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass die stärksten und wirksamsten vorausschauenden Eingriffe in den Markt von der nationalen Regulierungsbehörde oder dem für Digitales/Telekommunikation zuständigen Ministerium des betreffenden Landes und nicht von der Behörde für Werbestandards vorangetrieben wurden. Diese Interventionen reichten von einer von der AGCOM eingeführten Kennzeichnungsregelung in Italien bis hin zu einem Verbot der Verwendung des Begriffs "Glasfaser" in Frankreich, es sei denn, die Glasfaser reicht tatsächlich bis in die Wohnung oder das Gebäude.

Politische Empfehlungen sind z.B. Richtlinien auf EU-Ebene durch die Europäische Kommission, um die Beteiligung von nationalen Regulierungsbehörden und/oder Ministerien in ganz Europa zu fördern und politische Ansätze zur Werbung für Breitband besser auf die im Kodex festgelegten Ziele abzustimmen. Die Überprüfung der Richtlinie zur Breitband-Kostenreduzierung bietet eine Gelegenheit, verbindliche Kennzeichnungssysteme in Betracht zu ziehen, um das Problem anzugehen.

Mehr

Abschaltung Kupfer-Telekommunikationsnetze in Europa; Erfahrungen und praktische Überlegungen

Im Allgemeinen könnten dort, wo FTTH weit verbreitet ist, durch die Abschaltung überlappender Kupfernetze erhebliche Vorteile erzielt werden. Für den Betreiber sind dies verringerte Betriebskosten und eine verbesserte Rentabilität für seinen Glasfaserausbau und für den Kunden eine verbesserte Dienstqualität.  Jedoch kann es eine Herausforderung darstellen, Kunden und Zugangssuchende davon zu überzeugen, auf neue Glasfasernetze umzusteigen. Die Migration wird beispielsweise durch  "Plug-and-Play"-Geräte und -Verfahren gefördert, die analoge Geräte unterstützen und Besuche vor Ort ersparen. Allerdings sollten komplexere Geschäftsanforderungen von Fall zu Fall bearbeitet werden. Auch regulatorische Maßnahmen wie eine Verkürzung der Kündigungsfristen (18 Monate in Estland, Schweden und Australien gegenüber 5 Jahren in einigen anderen Ländern) für die Schließung der Vermittlungsstellen erleichtern Betreibern den Umstieg.  

Estland und Schweden sind noch immer Vorreiter. Dann gibt es Länder mit einem noch begrenzten Glasfaserausbau wie Deutschland, Polen und das Vereinigte Königreich, wo sich die Aufmerksamkeit erst vor kurzem auf die erforderlichen Investitionen verlagert hat. Aber auch in Ländern wo Glasfaseranschlüsse weit verbreitet sind wie Spanien und Portugal, ist das Tempo der Migration langsam. Fortschritte sind bemerkbar in Frankreich und den Niederlanden, da dort konkrete Pläne zur Abschaltung der Kupferleitungen und zum Glasfaserausbau durch die etablierten Betreiber umgesetzt wurden.

Mehr

Nachhaltig und digital – Möglichkeiten für den deutschen Mittelstand

Zwei Zukunftsthemen für die Wettbewerbsfähigkeit im Mittelstand

Mit der Digitalisierung bieten sich zunehmend neue Innovations- und Entwicklungsmöglichkeiten für Unternehmen. Eine dieser neuen Möglichkeiten ist die Implementierung und der Ausbau von unternehmerischen Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Wichtig ist hierbei eine ganzheitliche Betrachtung von Nachhaltigkeit, in all ihren Dimensionen: Ökologisch, ökonomisch und sozial. Digitale Technologien ermöglichen auf allen drei Ebenen nachhaltige Angebote.

Wie kann ein mittelständisches Unternehmen zur Nachhaltigkeit der Mitarbeiterfahrten beitragen? Warum braucht es von Grund auf eine nachhaltigere Software? Und wie können Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Energiemanagement, der Produktion oder der Baubranche einen wertvollen Beitrag leisten? Das neue Mittelstand-Digital Magazin WISSENSCHAFT TRIFFT PRAXIS – Ausgabe 14 gibt mit zehn praxisnahen Beiträgen Einblicke in die Arbeit der Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren und Unternehmen, welche sich dazu entschlossen haben, Nachhaltigkeit und Digitalisierung zusammen zu denken, um somit innovativer und wettbewerbsfähiger zu sein. 

Das Magazin Nachhaltigkeit und Digitalisierung gibt es zum Downloaden oder Bestellen.

Mehr

Handel und Gastgewerbe sind bereit für die nächste Stufe der Digitalisierung

Das neue Mittelstand-Digital Themenheft geht den Digitalisierungsfragen für Handel und Gastgewerbe auf den Grund

Kontaktloses Bezahlen, Einchecken oder Livestream-Shopping: Die Digitalisierung ist im Handel und Gastgewerbe längst angekommen. Viele Betriebe haben entsprechende Maßnahmen und Angebote bereits erfolgreich umgesetzt. Onlineplattformen für Bestellungen und Reservierungen oder Kunden-WLANs sind keine Visionen von morgen mehr, sondern vielerorts schon lange im Einsatz. Vielmehr geht es bei der Digitalisierung im Handel und Gastgewerbe jetzt um neue Plattformen, Onlinedienste, Datenökonomie und neue Geschäftsmodelle. Auch die Bewältigung von Krisen, wie sie mit Corona aktuell vorherrscht, gelingt durch die Digitalisierung zügiger und nachhaltiger. Denn genauso schnell, wie das Coronavirus das öffentliche Leben massiv verändert hat, fanden viele Unternehmen gleichermaßen Wege, um diese Krise zu meistern.

Im neuen Mittelstand-Digital Themenheft werden einige praktische Beispiele aus den Mittelstand 4.0-Kompetenzentren vorgestellt, welche sich zusammen mit kleinen und mittleren Unternehmen deutschlandweit der Herausforderung Digitalisierung im Handel und Gastgewerbe gestellt haben. Von Robotern im Verkauf, über Schokolade aus dem 3D-Drucker bis hin zu neuen, notwendigen Veränderungen in den Geschäftsmodellen – im neuen Themenheft findet sich mit Praxisberichten und Interviews viel Inspiration für die Digitalisierung im Handel und Gastgewerbe.

Das Themenheft Handel und Gastgewerbe gibt es zum Downloaden oder Bestellen.

Mehr

© WIK 2022 | Impressum