wik news Januar 2022

Mindestanforderungen Internetzugangsdienst

WIK/zafaco Gutachten zur Bestimmung von dienstebezogenen Datenübertragungsraten für den Down- & Upload sowie Latenz-Anforderungen

Bis zum 1.6.2022 muss gemäß § 157 (3) TKG im Rahmen einer Rechtsverordnung eine Festlegung der technischen Anforderungen an den Internetzugangsdienst erfolgen. Das von WIK und zafaco im Auftrag der BNetzA erstellte Gutachten untersucht diejenigen Anforderungen, die mit der Ermöglichung der für den Universaldienst vorgegebenen Dienste (§157 (3) TKG-2021) verbunden sind. Sie umfassen die bereits im EKEK festgelegten sog. Anhang V-Dienste sowie Teleheimarbeit einschließlich Verschlüsselungsverfahren im üblichen Umfang (VPN) und eine für Verbraucher marktübliche Nutzung von Online-Inhaltediensten. WIK und zafaco identifizieren zugehörige relevante Produkte und leiten konkrete Werte für die gemäß TKG festzulegenden Mindestanforderungen an die Datenübertragungsrate im Down- und Upload sowie eine Obergrenze für die Latenz ab. Die Bundesnetzagentur hat am 22.12.2021 zusammen mit dem Gutachten ein Konsultationsdokument zur Anhörung veröffentlicht, das auf den im Gutachten abgeleiteten Werten aufsetzt.

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Übergang von Kupfer- auf Glasfasernetze

Interessen, Spannungsfelder und mögliche Schnittmengen in Deutschland

Die Studie des WIK bildet einen Ausgangspunkt für eine Diskussion des Themenkomplexes Kupfer/Glas Migration im Gigabitforum der BNetzA und bietet ein breites Branchenbild auf der Grundlage von 12 umfangreichen Interviews führender Marktakteure, die deren Interessen- und Spannungsfelder sowie Konsenspotentiale aufzeigt. Dabei geht es insbesondere um die Ausgangssituation bei Ausbaustand und -planung von FTTH/B-Netzen, um  technische, operative und organisatorische Herausforderungen beim Übergang von Kupfer auf Glas, um Voraussetzungen für eine beschleunigte und vorhersehbare Migration und um Forderungen an die Ausgestaltung der regulatorischen Rahmenbedingungen. Die Studie zielt insbesondere darauf, prioritäre Handlungsfelder zu identifizieren.

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Open RAN und SDN/NFV: Perspektiven und Herausforderungen

Entwicklungen wie Software Designed Networks (SDN) und Network Function Virtualisation (NFV) beinhalten auch eine Öffnung von Schnittstellen im Funkzugangsnetz (Radio Access Network, RAN). Unter dem Begriff „Open RAN“ wird eine neue, disaggregierte Infrastruktur diskutiert. Mit Open RAN verfolgen die Mobilfunknetzbetreiber das Ziel, Netzelemente einfacher durch Komponenten eines anderen Herstellers austauschen zu können. Mobilfunknetzbetreiber erwarten sich davon eine höhere Wettbewerbsintensität auf Herstellerseite und einen verstärkten Innovationswettbewerb.

Die angestrebten offenen Schnittstellen stellen allerdings auch eine größere Angriffsfläche für Cyber-Attacken dar. Während auf politischer Ebene mit Open RAN auch ein Mehr an digitaler Souveränität in Europa verbunden wird, wird die Standardisierung maßgeblich von außereuropäischen Unternehmen vorangetrieben. Im Ergebnis ist offen, ob Open RAN die mit dem Konzept verbundenen Versprechen auch tatsächlich wird einhalten können.

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Einsatz von Blockchain in KMU: Chancen & Hemmnisse

Die Blockchain-Technologie bietet Potenziale für die gesamte Volkswirtschaft. Um diese zu realisieren, ist es essenziell, dass die Diffusion der Blockchain-Technologie in die Breite der Wirtschaft und insbesondere auch in den Mittelstand gelingt.

Ziel der Studie „Einsatz von Blockchain in KMU“ ist es, die Chancen und Hemmnisse des Blockchain-Einsatzes im Mittelstand zu identifizieren sowie die Auswirkungen verschiedener Blockchain-Ausgestaltungsformen auf die Wettbewerbsposition der kleinen und mittleren Unternehmen zu untersuchen. Dazu wurden im Rahmen des Projekts eine Expertenumfrage sowie SWOT-Analysen durchgeführt. Es zeigt sich, dass insbesondere öffentliche Blockchains die Wettbewerbsposition des Mittelstands stärken können. Bei privaten Blockchains drohen  hingegen insbesondere im B2B-Kontext neue Abhängigkeiten in Form von Lock-in Effekten, da bei diesen die Eigenschaft der Dezentralität nicht stark ausgeprägt ist.

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Preisentwicklung von Festnetz-basierten Breitbandangeboten für Privatkunden im Zeitraum 2017-2020

Breitbandprodukte über Kabel sind meist am günstigsten

Im Rahmen des Forschungsprogramms wurde die Preisentwicklung von Double-Play-Tarifen (Internet + Telefon) für private Endnutzer in Deutschland im Zeitraum 2017-2020 unter Berücksichtigung der vermarkteten Bandbreiten und der genutzten Übertragungstechnologien (xDSL, Glasfaser, Kabel) analysiert.

Beim Preisvergleich für die verschiedenen Technologien zeigt sich über alle Bandbreiten hinweg eine klare Reihenfolge: Glasfaser-basierte Tarife sind am teuersten, gefolgt von xDSL- und Kabel-basierten Produkten.

Während die Preise für über ADSL, VDSL und VDSL Vectoring realisierte Tarife im betrachteten Zeitraum relativ konstant waren, sind bei Tarifen mit Bandbreiten über 250 Mbit/s im Download und hier insbesondere bei Gigabittarifen fallende Preise (jedoch von einem hohen Ausgangsniveau) zu beobachten. Aufgrund der in Deutschland bisher noch recht geringen Abdeckung mit Glasfaser befinden sich Angebot und Nachfrage im Bereich der sehr hohen Bandbreiten offensichtlich noch in einem relativ frühen Entwicklungsstadium.

Die Studienergebnisse wurden als Diskussionsbeitrag sowie in komprimierter Form als Kurzstudie veröffentlicht.

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Digitale Arbeitswelten im Mittelstand

Betriebliche Digitalisierung ist eng verknüpft mit einer aktiven Umgestaltung der Arbeitssituation durch die Geschäftsleitung sowie abhängig von Motivation und Akzeptanz der Mitarbeitenden. Für KMU ist die Ausgestaltung des notwendigen Veränderungsprozesses bezüglich Hierarchie, Führungsstil, Arbeitsorganisation und Weiterbildungskultur herausfordernd, da einschlägiges Know-how selten im eigenen Haus verfügbar ist.

Für die Studie „Digitale Arbeitswelten im Mittelstand“ wurden aktuelle wissenschaftliche Veröffentlichungen zu digitaler Arbeit vor allem in Hinblick auf den Mittelstand ausgewertet. Es wurden darauf aufbauend Thesen zu den künftigen digitalen Arbeitswelten formuliert und auf Basis eines Fachdialogs validiert.

Zentrale Erkenntnis ist, dass nicht weniger als ein betrieblicher Kulturwandel notwendig ist. Dieser setzt bei den Führungskräften an, muss aber gleichzeitig die Mitarbeitenden in den Fokus als selbständige und verantwortungsbewusste Akteure stellen.

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Ausgestaltung und Umsetzung eines Universaldienstregimes in anderen Ländern

Der Beitrag dokumentiert wie Breitband-Universaldienstregime in anderen Ländern ausgestaltet sind. Neben den europäischen Mitgliedstaaten ist der Fokus auf Großbritannien, der Schweiz und Australien.

Nach Artikel 84 des Europäischen Kodex für elektronische Kommunikation (EKEK) müssen nunmehr alle Mitgliedstaaten unter Berücksichtigung der spezifischen nationalen Gegebenheiten sicherstellen, dass alle Verbraucher in ihrem Gebiet zu einem erschwinglichen Preis Zugang zu einem verfügbaren angemessenen Breitbandinternetzugangsdienst und zu Sprachkommunikationsdiensten haben. Das EKEK, Artikel 84-92 Richtlinie (EU) 2018/1972 sowie Annex V, VI, VII, X spezifizieren die Vorgaben für ein Universaldienstregime.

Der vorliegende Beitrag dokumentiert wie in den Mitgliedstaaten der EU bisher Breitband-Universaldienstregime ausgestaltet sind. Ferner werden die Universaldienstregime von Großbritannien, der Schweiz und Australien dargestellt.

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WIK veranstaltet Workshop zu „Open Data und Urbane Datenplattformen“

In vielen Städten werden Daten dezentral durch einzelne Ämter und Behörden erhoben und bleiben dort nur isoliert verfügbar. Häufig findet dabei die Vernetzung zwischen vorhandenen Datenbeständen nicht oder nur unzureichend statt, so dass städtische Einrichtungen nicht wissen, welche Daten in anderen Fachbereichen erhoben werden.

Urbane Datenplattformen ermöglichen es der kommunalen Hand, die lokal erhobenen, offenen Daten (Open Data etwa aus den Bereichen Umwelt, Verkehr und Sicherheit) zu verarbeiten, strukturiert miteinander zu verknüpfen und für Dienste und Anwendungen zu nutzen. Werden solche Plattformen im Smart-City-Kontext eingesetzt, können individuelle Anwendungsfälle in den Kommunen einen Mehrwert für Verwaltung und Bürger schaffen. Das Potenzial und die Anwendungsvielfalt von Urbanen Datenplattformen steigen mit der Anzahl der dort verfügbaren offenen Datensätze. Beim Workshop standen neben Treibern und Hemmnisse für die Bereitstellung und Nutzung kommunaler Daten Fragen zu gegenwärtigen und zukünftigen Geschäftsmodellen mit kommunalen Daten im Vordergrund.

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Kurzstudie zu B2B Plattformen erschienen

B2B-Plattformen und die Frage nach ihren Strategien, Potenzialen und Erfolgsfaktoren auf der einen Seite sowie den Hindernissen und Abhängigkeiten auf der anderen Seite sind Gegenstand der Studie. Es wird zunächst gezeigt, wie heterogen Plattformen im B2B-Bereich sind und dass die Gefahr der Abhängigkeit von einer Plattform grundsätzlich nicht so ausgeprägt ist, wie von vielen Unternehmen angenommen.

Fallstudienbasiert zeigt sich, dass viele Unternehmen zögerlich mit den Chancen der Plattformökonomie umgehen gleichwohl sich ein Engagement positiv auswirken würde. Eine weitere Erkenntnis ist, dass die Gründung von Nischenplattformen geknüpft an das Vorhandensein individueller Assets wie Know-how und Erfahrungen aber auch Kapitalausstattung gegenwärtig besonders erfolgversprechend ist. Diese B2B-Plattformen können positive wettbewerbliche Wirkungen entfalten. Es werden Handlungsempfehlungen für Politik und Regulierung gegeben, um ein Engagement des Mittelstandes in der Plattformökonomie zu befördern.

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“Bürger Apps”

Eine digitale Schnittstelle zwischen Verwaltung und Bevölkerung

Die Zahl der Kommunen, die in Deutschland Bürger Apps einsetzen, nimmt kontinuierlich zu. Unsere Kurzstudie gibt einen Überblick über die Funktionalitäten und den Nutzen von Bürger Apps, diskutiert mögliche Herausforderungen und Lösungsansätze und zeigt auf, welche Effizienzgewinne sich damit erreichen lassen.

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WIK Working Paper: Regulierte Entgelte als Kupfer-Glasfaser-Migrationsanreiz

Um die Kupfer-Glasfaser-Migration der Nachfrage von Konsumentenseite näher zu beleuchten, passen wir das Spokes-Modell des räumlichen Wettbewerbs an ein duopolistisches Mehrproduktunternehmen an, in dem beide Unternehmen gleichzeitig Glasfaser- und Kupferprodukte anbieten. In unserem Modell bieten zwei Betreiber, ein Incumbent und ein Entrant, jeweils ein kupfer- und ein glasfaserbasiertes Internetprodukt für Endkunden an, wobei der Entrant ein Zugangsentgelt für das Kupfernetz zahlt. Wir bewerten die Relationen von Glasfaser Take-up zu Wohlfahrt, indem wir herausfinden, dass der Take-up und die Wohlfahrt gleichzeitig mit dem Kupferzugangsentgelt auf der Vorleistungsebene bis zu einem kritischen Schwellenwert steigen. Jenseits dieses Schwellenwerts wird ein zusätzlicher Glasfaser Take-up mit einem Verlust an Gesamtwohlfahrt bezahlt.

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WIK Working Paper über Verbreitung und Nutzung von Paketstationen in Europa

Paketstationen werden zunehmend für die Zustellung von Onlinebestellungen genutzt

Postfilialen und Paketshops werden zunehmend durch Paketstationen als zusätzliche Zustelloption ergänzt. Das Arbeitspapier untersucht die möglichen Gründe für unterschiedliche Trends bei der Nutzung von Paketstationen in Europa und diskutiert deren Rolle im Onlinehandel. Das Papier diskutiert wesentliche Treiber und Herausforderungen für die Entwicklung von Paketstationsnetzen anhand von fünf Länderbeispielen. Es analysiert typische Geschäftsmodelle und ökonomische Ursachen für die Dominanz exklusiv betriebener Netze. Die Länderbeispiele zeigen, dass der Aufbau eines dichten Netzes erhebliche Investitionen, eine dedizierte Digitalstrategie der jeweiligen Betreiber, und zusätzliche Preisanreize für Onlinehändler erfordert. Die Deutsche Post setzte, im Gegensatz zu den Betreibern in den Beispielländern, allein auf sich verändernde Zustellpräferenzen der Onlinekäufer, so dass in Deutschland Paketstationen bislang deutlich weniger genutzt werden als in den Vergleichsländern.

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FROHES NEUES JAHR!

Wir möchten uns nach diesem außergewöhnlichen Jahr für die angenehme Zusammenarbeit und Ihr Vertrauen bedanken.

Für das neue Jahr wünschen wir Ihnen viel Glück, Erfolg und vor allem Gesundheit!

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