wik news März 2021

WIK Online Workshop - Debatte zum EU Digital Markets Act am 23. März 2021

Wer sind die "Gatekeeper" und wie sollten sie reguliert werden?

Im Dezember 2020 veröffentlichte die Europäische Kommission Vorschläge für den "Digital Markets Act", der "Gatekeeper"-Plattformen in der digitalen Wirtschaft regulieren soll. WIK-Consult hat zusammen mit ICF, Cullen International und CEPS die Begleitstudie für das Impact Assessment zum DMA erstellt.

In diesem virtuellen Seminar diskutieren wir mit führenden Wissenschaftlern, Vertretern von großen Plattformen und deren Nutzern und Wettbewerbern die Grundlage für den Digital Markets Act und gehen auf die wichtigsten Fragen rund um dessen Gestaltung und Auswirkungen ein.

Der Workshop wird von Michael Koenig, stellvertretender Referatsleiter für „Retail and Online Services“ bei der Europäischen Kommission (DG GROW) und einer der führenden Architekten des Digital Markets Act, eingeleitet.

Anschließend wird Prof. Marshall van Alstyne (Questrom Professor für Management an der Boston University) mit seiner Keynote in die wissenschaftliche Diskussion einführen. Darüber hinaus hören wir die Beiträge von Prof. William Kovacic (Global Competition Professor für Recht und Politik an der George Washington University Law School und nicht geschäftsführendes Vorstandsmitglied der UK Competition & Markets Authority) und Prof. Jan Krämer (Professor für Internet & Telecommunications Business an der Universität Passau und Academic Co-Director am Centre on Regulation in Europe (CERRE)). Die Session wird von Prof. Alexandre de Streel (Professor für EU-Recht an der University of Namur und Academic Co-Director am CERRE) moderiert.

Abschließend werden in einer interaktiven Session unter der Leitung von Philippe Defraigne (Direktor von Cullen International) die Bestimmungen des DMA mit den folgenden Akteuren diskutiert: Johan Keetelaar (Facebook), Ben Schroeter (Booking.com), Amaury Libbrecht (AIM), Jacques Lovell (HOTREC), Jan Penfrat (EDRi).

Mehr

Die Zukunft der EU Postdienste-Richtlinie in sich wandelnden Postmärkten

Europäische Kommission veröffentlicht WIK-Consult Studie

Die Europäische Postdienste-Richtlinie ist seit 1997, also mehr als 20 Jahre in Kraft mit seither unveränderten Anforderungen an einen Post-Universaldienst, den die EU-Mitgliedstaaten zu gewährleisten haben. In den letzten Jahren haben Digitalisierung und wachsender Onlinehandel zu grundlegenden Veränderungen im europäischen Postmarkt geführt, die sich auch in wandelnden Bedürfnissen der Verbraucher und Unternehmen an den Post-Universaldienst niederschlagen. Die Europäische Kommission hat uns damit beauftragt, diese veränderten Nutzerbedürfnisse innerhalb der EU und weiterer Staaten (Norwegen, Island, Schweiz, Großbritannien) zu analysieren. Auch wenn Nutzerbedürfnisse aufgrund von nationalen Gegebenheiten unterschiedlich sind, nimmt doch die Nutzung von Briefdiensten stetig ab. In vielen Mitgliedstaaten werden Postnutzer daher zukünftig bereit sein, Einschnitte bei der Dienstequalität zu akzeptieren.

Mit dieser Studie legt WIK-Consult die erste umfassende Evaluation der EU-Postdienste-Richtlinie seit ihrem Inkrafttreten vor. Im zweiten Teil der Studie kommen wir zu dem Schluss, dass die Richtlinie in der Vergangenheit eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Postmärkte in der EU gehabt hat, z.B. bei der Sicherstellung des Universaldienstes und als Treiber für eine hohe Zustellqualität von internationalen Sendungen. Für die Zukunft sehen wir allerdings Anpassungsbedarf, u.a. beim Umfang des Universaldienstes. Wir empfehlen flexiblere Vorgaben, um eine Anpassung der Universaldienstanforderungen auf unterschiedliche nationale Entwicklungen zu ermöglichen, und bei der Zustellqualität auf Verlässlichkeit zu fokussieren.

Die Analysen und Ergebnisse der Studie fließen in das Evaluationsverfahren der Europäischen Kommission ein, die Vorschläge erarbeitet, ob und wie sie die EU-Postdienste-Richtlinie im Licht des sich schnell verändernden Postmarkt weiterentwickeln wird.

Mehr

Digitalisierungsinitiativen in den EU Mitgliedsstaaten - Workshop der EU-Kommission am 4. März 2021

Die Unterstützung der digitalen Transformation durch Recovery- und Resilienz-Pläne

Am 4. März 2021 stellte das WIK vorläufige Ergebnisse der EU-weiten Analyse nationaler Initiativen zur Digitalisierung der Industrie auf einem von der Generaldirektion CONNECT der EU-Kommission in Kooperation mit WIK und VVA ausgerichteten Online-Workshop vor. Drei Jahre lang analysierte WIK in Kooperation mit VVA den Fortschritt der nationalen Digitalisierungsinitiativen in einem Projekt im Rahmen der Initiative "Digitising European Industry".

Um die Mitgliedsstaaten bei ihren Recovery- und Resilienz-Plänen zu unterstützen, wurden im Workshop die wichtigsten Enabler erfolgreicher Digitalisierungsinitiativen vorgestellt und diskutiert. Dazu gehören vor allem Initiativen zum Wissenstransfer und Netzwerkaufbau für Unternehmen, wie Cluster und Digital Innovation Hubs, sowie Maßnahmen zur Umschulung und Fortbildung von Arbeitskräften. Entscheidend ist, dass diese Maßnahmen in eine konsistente Gesamtstrategie eingebettet sind. Überlegungen zu Handlungsempfehlungen für die wichtigsten Herausforderungen und Chancen für Recovery und Resilience im Nachgang zu den COVID-19-Auswirkungen wurden erörtert.

130 Verantwortliche aus Ministerien, die für die Digitalisierung der Wirtschaft, den Aufbau von Digital Innovation Hubs und für Recovery- und Resilience-Pläne zuständig sind, sowie andere relevante Stakeholder nahmen an dem Online-Workshop teil.

Mehr

Corona und OZG: Stresstest für deutsche Städte und Regionen

Neue Lagebeschreibung von Stadt.Land.Digital

Immer mehr Städte und Regionen erkennen die Bedeutung von intelligenten Anwendungen für mehr Nachhaltigkeit und die Verbesserung der Bedingungen für alle Zielgruppen (beispielsweise Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Tourismus). Der aktuelle Bericht der von WIK-Consult geführten Geschäftsstelle Stadt.Land.Digital analysiert Studien und Leitfäden zu Smart-City-Themen im zweiten Halbjahr 2020. Zentrale Entwicklungen sieht er bei Mobilität, Digitalisierung der Kommunalverwaltung und der Corona-Pandemie. Um auf dem Weg zu digitalen Kommunen voran zu kommen, empfehlen viele der Studien interoperable Schnittstellen und eine übergeordnete Digitalisierungsstrategie einer Kommune. Dafür sind jeweils gemeinsame Überlegungen und vernetztes Handeln aller lokalen Akteure notwendig, statt lediglich einzelne Lösungsansätze lokal umzusetzen.

Mehr

Der Wachstumsmarkt Consumer IoT

Immer mehr vernetzte Produkte für private Haushalte

Die WIK-Marktstudie gibt kurz und bündig einen Überblick über Angebot und Nachfrage in den zentralen Anwendungsbereichen Smart Home, Entertainment, Internet of Medical Things, GPS-Tracker und Wearables.

Mehr

WIK Newsletter Nr. 121, Dezember 2020

Der neue WIK Newsletter steht zum kostenlosen Download zur Verfügung. Neben Beiträgen aus der laufenden Arbeit des WIK enthält er aus aktuellem Anlass zu Beginn einen Beitrag zum Thema „Noch Änderungsbedarf am TKModG?“.

Mehr

© WIK 2022 | Impressum