wik news Mai 2021

Das Wholesale-only-Geschäftmodell beim Glasfaserausbau und der Europäische Green Deal

Im Jahr 2019 hat die Europäische Kommission eine Mitteilung zum Europäischen Green Deal verabschiedet. Im Mittelpunkt der politischen Anstrengungen der Union steht das Ziel, die Treibhausgasemissionen der EU um mindestens 50% im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, sind signifikante Reduzierung der Emissionen im Verkehrssektor genauso erforderlich, wie eine Reduktion des Energieverbrauchs in Gebäuden, die heute 40% des Energieverbrauchs ausmachen.

Stockholm gehört zu den europäischen Vorreitern bei der Verbesserung der Energieeffizienz. Die schwedische Hauptstadt hat sich das Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden. Ein Schlüsselelement dieser Strategie ist die Nutzung des Glasfasernetzes der Stadt, um intelligente Transport- und Gebäudelösungen sowie die Wiederverwendung von Energie aus Rechenzentren zu unterstützen. Das Glasfasernetz spielt auch eine entscheidende Rolle bei der Nutzung des Homeoffice in der Corona-Pandemie. Die Verkehrsbelastung und die Umweltverschmutzung in der Stadt haben sich dadurch deutlich reduziert. Die lokale Wirtschaft wurde durch die moderne Glasfaserinfrastruktur in dieser Krise nachhaltig bei der Digitalisierung von Prozessen unterstützt.

In der Studie untersuchen wir, wie das Glasfasernetz der Stadt Stockholm, das vom Unternehmen Stokab im Geschäftsmodell „wholesale-only“ betrieben wird, dazu beigetragen hat, dass Stockholm zu einer der umweltfreundlichsten Städte der Welt geworden ist, und bewerten die ökologischen Vorteile, die in ganz Europa erzielt werden könnten, wenn andere Kommunen dem Beispiel Stockholms mit seinem „wholesale only-Modell“ folgen.

Am 29. April wurden in einem Online-Workshop, in Zusammenarbeit mit Stokab, mit über 150 Teilnehmern aus ganz Europa die wesentlichen Ergebnisse der Studie „Neutral fibre and the European Green Deal“ vorgestellt (siehe hier ...) und mit wesentlichen Stakeholdern diskutiert.

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Die Auswirkungen von Labelling auf die Verbreitung von Glasfaseranschlüssen

Die britische Regierung und Ofcom haben sich das strategische Ziel gesetzt, den flächendeckenden Ausbau von Glasfaser- und anderen Gigabit-fähigen Breitbandnetzen voranzutreiben. Der geringe Bekanntheitsgrad von Gigabit-fähigen Diensten und das mangelnde Verständnis der Vorteile werden dabei als Haupthindernisse für die Einführung genannt.

In diesem Zusammenhang könnte eine Verwirrung der Verbraucher sowohl dadurch entstehen, dass diese nicht nachvollziehen können, ob sie bereits einen reinen Glasfaseranschluss besitzen, als auch durch die im Breitband-Marketing verwendeten Begrifflichkeiten für unterschiedliche Geschwindigkeiten.

Die Studie „Impact of labelling on full fibre adoption“ von WIK-Consult im Auftrag von CityFibre trägt zur Erforschung dieser Thematik bei und liefert sowohl Belege für das Ausmaß der Verwirrung der Verbraucher als auch Belege für die Wirksamkeit eines Kennzeichnungssystems (Labelling) auf dem britischen Breitbandmarkt, um dieser Verwirrung entgegenzuwirken.

Dazu hat WIK-Consult neben einer Conjoint-Studie eine repräsentative Umfrage mit 3.000 Verbrauchern durchgeführt, um zu testen, wie diese auf unterschiedliche Marketing-Terminologie und die Verwendung von Labels reagieren.

Die Ergebnisse zeigen, dass unter den Verbrauchern in Großbritannien heute eine weit verbreitete Verwirrung herrscht, die auf die im Marketing verwendete Breitbandterminologie zurückzuführen ist. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse, dass die Einführung eines Kennzeichnungssystems in Verbindung mit einer Informationskampagne einen wesentlichen Beitrag dazu leisten würde, diese Verwirrung zu beseitigen und die Akzeptanz insbesondere von Glasfaseranschlüssen sowie anderer Gigabit-fähiger Produkte zu erhöhen.

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Zukunft regional – digital: Machbarkeitsstudie Dateninfrastrukturen im Rheinischen Revier

Im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen wurde mit Beteiligung der WIK-Consult eine Machbarkeitsstudie zur Frage ob und ggf. wo im Rheinischen Revier die Voraussetzungen und Potenziale für ein Hyperscale-Rechenzentrum mit integriertem Datendrehkreuz und angeschlossenem Digitalpark gegeben sind. WIK-Consult hat mit der GWS mittels einer Input-Output-Analyse die Auswirkungen der Ansiedlung des Rechenzentrums und Digitalparks in Bezug auf das regionale Bruttoinlandsprodukt und Beschäftigung modelliert.

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Was treibt die Nachfrage nach Postdienstleistungen in Belgien?

WIK-Consult untersuchte den Einfluss von Preisen und der Zustellhäufigkeit auf die Nachfrage nach Postdienstleistungen

WIK-Consult hat im Auftrag der belgischen Postregulierungsbehörde BIPT eine umfassende Studie zu Nachfrageelastizitäten in Abhängigkeit von Preis- und Qualitätsveränderungen (Zustellhäufigkeit) bei Universaldienstprodukten im belgischen Postmarkt erstellt. Neben einer Literaturrecherche basieren die Analysen auf einer repräsentativen Umfrage von Verbrauchern und Unternehmen in Belgien. Die Befragung wurde im Jahr 2019 durchgeführt. Der Schwerpunkt der Befragungen lag auf der Nachfrage nach Postdiensten, die dem Universaldienst zugeordnet sind und durch bpost erbracht werden.

Wesentliche Ergebnisse der Studie im Zusammenhang mit den Elastizitäten waren, (1) dass bereits erhebliche Teile (>60%) der traditionellen Briefkommunikation von Verbrauchern und Unternehmen durch elektronische Kanäle ersetzt worden sind und sich dieser Trend fortsetzen wird, (2) dass die Nachfrage bei Universaldienstprodukten bei Privatkunden trotzdem sehr elastisch auf Preisänderungen reagiert, aber bei Unternehmen weniger stark (bei den Paketpreisen am stärksten), und (3) dass für Unternehmen, Veränderungen in der Zustellhäufigkeit und damit in der Schnelligkeit der Zustellung im Vergleich zur taggenauen und zuverlässigen Zustellung eine weniger wichtige Rolle spielen. Verbraucher reagieren im Vergleich zu Unternehmen sensibler auf Änderungen in der Zustellhäufigkeit.

Die belgische Regulierungsbehörde BIPT hat die WIK-Consult Studie als Teil einer Bekanntgabe am 20. April 2021 veröffentlicht.

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„5Guarantee“ untersucht Potenziale von 5G-Campusnetzen in der Industrie

5G stellt insbesondere für die Industrie eine Alternative oder Ergänzung zu bestehenden Kommunikationstechnologien dar, um die Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit und Sicherheit von industriellen Prozessen und Anwendungen zu verbessern.

Das Projekt „5Guarantee“ ist Teil des Förderwettbewerbs 5G.NRW und wird von einem interdisziplinären Konsortium durchgeführt, um offenen Fragestellungen zu 5G-Campusnetzen nachzugehen. WIK-Consult koordiniert das Gesamtprojekt als Konsortialführer. Die Gesamtdauer des Projekts beläuft sich auf insgesamt drei Jahre. Im Vordergrund des Vorhabens steht die Frage, welche 5G-Leistungsversprechen sich anhand von konkreten Anwendungen in der Praxis umsetzen lassen und für welche Anwendungen 5G auch tatsächlich erforderlich ist.

Neben der Identifizierung von Anwendungen und deren Leistungsanforderungen, wird ein Bewertungs- und Steuerungssystem für 5G-Campusnetze entwickelt, um einen objektiven Technologievergleich in der Produktionsumgebung vornehmen zu können. Darauf aufbauend werden ebenso IT-Sicherheitsaspekte und mögliche Realisierungsvarianten von 5G-Campusnetzen Gegenstand des Projekts sein, die direkt in der Produktionsumgebung der teilnehmenden Unternehmen erprobt werden.

Über den aktuellen Stand und die Ergebnisse von „5Guarantee“ wird fortlaufend auf unserer Website informiert.

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BGH bestätigt vom WIK mitentwickelte Methodik

BNetzA-Entscheidung zum generellen X-Faktor für Gasnetzbetreiber rechtens

Ende Januar 2021 hat der BGH hinsichtlich der Festlegung zur Höhe des generellen sektoralen Produktivitätsfaktors nach § 9 ARegV aus dem Februar 2018 zugunsten der Bundesnetzagentur entschieden. Zuvor hatte das OLG Düsseldorf die Entscheidung in 2019 zunächst aufgehoben.

Die Bundesnetzagentur hatte den Faktor auf 0,49% festgesetzt. Er bildet im Rahmen der deutschen Anreizregulierung für die Gasnetzbetreiber ein zentrales Element in Hinblick auf die Höhe der Erlösobergrenzen und somit der von den Endkunden im Rahmen ihrer Gasrechnung zu entrichtenden Netzentgelte.

Die der Entscheidung der Bundesnetzagentur zugrunde liegende Methodik wurde maßgeblich vom WIK mitentwickelt. Zudem hat das WIK die Bundesnetzagentur während des gesamten Prozesses beratend begleitet.

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Aufruf zum BMWi-Gründungswettbewerb

Sonderpreis „Digitale Städte und Regionen“ in Kooperation mit Stadt.Land.Digital

Der „Gründungswettbewerb – Digitale Innovationen“ geht in die nächste Runde! Mit diesem Wettbewerb prämiert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die besten Ideen für innovative Unternehmensgründungen, die auf digitalen Technologien basieren. Ein Sonderpreis wird diesmal zum Thema „Digitale Städte und Regionen“ vergeben. Themenpartner ist Stadt.Land.Digital, eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), deren Geschäftsstelle von WIK-Consult geführt wird.

Gründerinnen und Gründer können ihre Ideenskizzen bis zum 31. Mai 2021 einreichen. Die eingereichten Ideen werden mit bis zu 32.000 Euro Preisgeld prämiert. Der Sonderpreis „Digitale Städte und Regionen“ ist mit zusätzlichen 10.000 Euro dotiert.

Stadt.Land.Digital freut sich auf viele spannende und innovative Gründungsideen, die Kommunen und Regionen auf ihrem Weg zur Smart City und Smart Region unterstützen.

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Künstliche Intelligenz und IT-Sicherheit gehen Hand in Hand

Mittelstand-Digital live von der digitalen Hannover Messe 2021

Auf dem Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie auf der virtuellen Hannover Messe 2021 übertrug Mittelstand-Digital einen außergewöhnlichen Live-Stream: die KI-Kochshow – Das Erfolgsrezept für den Einsatz Künstlicher Intelligenz.

Die Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren stellten ihr KI-Kochbuch vor, in dem die wichtigsten Schritte auf dem Weg zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz für kleine und mittlere Unternehmen aufgezeigt werden. Dabei wurden Fragen beantwortet, wie z. B.: Wie kann Künstliche Intelligenz in Unternehmen eingesetzt werden? Welche Tools werden dafür benötigt? Wieso sollten kleine und mittlere Unternehmen gerade jetzt damit beginnen, KI in ihr Geschäftsmodell zu integrieren? Und wie ist das mit der IT-Sicherheit und dem Datenschutz?

Auch ein Unternehmer kam zu Wort und berichtete, wie er mit Unterstützung des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Kaiserslautern Lösungen mit Künstlicher Intelligenz in der Qualitätskontrolle eingeführt hat.

Darüber hinaus stellte TISiM – die Transferstelle IT-Sicherheit im Mittelstand den Sec-O-Mat vor, mit dem Unternehmen ihren IT-Sicherheitsbedarf erfahren und den Grundstein für ihren passgenauen Aktionsplan legen können.

Mittelstand-Digital war auch auf der TWENTY2XPowerWeek vertreten. Die Kompetenzzentren Siegen und Chemnitz stellten Digitalisierungsprojekte mit Unternehmen zum Thema Augmented und Virtual Reality vor. Dabei reichen die Einsatzmöglichkeiten von der 3D-Darstellung von Gebäudeplänen inklusive Prozessdaten aus der Gebäudetechnik bis zur Optimierung von Instandhaltungs- und Serviceprozessen in Bestandgebäuden.

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Mittelstand-Digital unterstützt KMU auch in der Pandemie

BMWi weitet Angebote zur Digitalisierung des Mittelstands aus

Der Förderschwerpunkt Mittelstand-Digital hat im Jahr 2020 auch in Zeiten der Corona-Pandemie das Angebot aufrechterhalten und kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mit (Online-)Angeboten erfolgreich unterstützt. Mit zahlreichen Workshops, Webinaren und neuen Online-Lernplattformen standen die 26 Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren für Unternehmen deutschlandweit ohne Unterbrechung zur Verfügung.

Die Kompetenzzentren unterstützen die Unternehmen weiterhin bei allen Fragen rund um das Thema Digitalisierung. Darüber hinaus waren die Kompetenzzentren gefragte Ansprechpartner bei Fragen, die KMU in der Pandemie besonders beschäftigten, wie beispielsweise Homeoffice, Online-Shops und Corona-Nothilfen. Durch das breite Informations- und Unterstützungsangebot halfen sie vielen Mittelständlern dabei sich kurzfristig auf die neue Situation einzustellen.

Für das Ziel, die digitale Transformation der gesamten mittelständischen Wirtschaft in Deutschland nachhaltig weiter voranzutreiben, wird der Förderschwerpunkt Mittelstand-Digital ausgebaut. Neben dem Investitionszuschussprogramm „Digital Jetzt“ und der Initiative „IT-Sicherheit in der Wirtschaft“ starten im Sommer 2021 die ersten Mittelstand-Digital Zentren, die die Arbeit der Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren weiter fortführen werden.

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