wik news November 2021

Welche Potentiale haben eSIM und OTA für Wettbewerb und Verbraucher?

WIK-Studie im Auftrag von ComReg untersucht Chancen und Herausforderungen

Die eSIM-Technologie bietet das Potential für voll digitalisierte Customer Journeys, hochflexible Wechselmöglichkeiten und innovative Geschäftsmodelle – Verbraucher und Wettbewerb können hiervon erheblich profitieren. Zugleich sind die Einführung und Nutzung der eSIM-Technologie jedoch komplex und werfen zahlreiche Fragen auf. Die WIK-Studie schafft ein grundlegendes technisches Verständnis, zeigt die Customer Journeys für Consumer und M2M auf, gibt einen Überblick über die aktuelle Marktsituation und entwirft Szenarien für eine zukünftige Marktentwicklung.

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Entwicklung von 5G-Campusnetzen in Deutschland und Europa

Zwei Jahre sind seit dem Start der Vergabe von Frequenzen im Bereich 3,7 bis 3,8 GHz zur lokalen Nutzung vergangen. Grund genug, den aktuellen Status quo des Aufbaus von (5G-)Campusnetzen in Deutschland zu beleuchten und die regulatorische Vorgehensweise in einen internationalen Kontext einzuordnen. Welche Chancen sehen Unternehmen in dem Aufbau entsprechender Netze, welche Hemmnisse bestehen zurzeit noch?

Eine umfangreiche Umfrage des WIKs unter den Zuteilungsinhabern von lokalen Frequenznutzungsrechten in Deutschland liefert dazu Antworten. Die wichtigsten Erkenntnisse zur frequenzregulatorischen Einordnung, dem Antragsverfahren und der bisherigen Umsetzung von (5G-)Campusnetzen wurden zudem in einem Zeitschriftenartikel in der N&R 2021 (Heft 6) veröffentlicht.

Es zeigt sich, dass Deutschland bei der Vergabe lokaler Frequenzen eine Vorreiterrolle einnimmt. Gleichzeitig befindet sich die Umsetzung nach wie vor in einem sehr frühen Stadium. Bislang haben erst etwa 150 Unternehmen und Organisationen entsprechende Frequenzen beantragt und zugeteilt bekommen. Die regulatorischen Vorgaben in Deutschland haben aber dazu geführt, dass der Wettbewerb um Angebote rund um Campusnetze zunehmen wird, da neue Akteure in den Markt eintreten.

Hemmnisse bestehen beispielsweise noch in der Verfügbarkeit 5G-fähiger Hardware oder der mangelnden Möglichkeit, bereits heute Kostenvorteile exakt zu quantifizieren. Mit der weiteren Standardisierung von 5G wird diese Verfügbarkeit von 5G-fähigen Geräten weiter zunehmen. Insgesamt wird die Entwicklung dann maßgeblich von den Kosten einer 5G Realisierung und der Etablierung eines großen Ökosystems in den jeweiligen Sektoren abhängen.

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Grünes WiFi

WiFi 6/6E essentiell für zukünftige Breitbandnachfrage und für ökologische Verbesserungen

WiFi 6/6E ist die zu einer Glasfasererschließung der Gebäude passende schnurlose Ergänzung der Infrastruktur zu den Endgeräten, die insbesondere auch kabellose Endgeräte (Schnurlose Telefone, Smartphones, Tablets usw.) und andere Geräte erschließt, die in der ursprünglichen Kabelplanung nicht vorgesehen waren (z.B. Sensoren). WiFi 6/6E ermöglicht die Nutzung neuer Anwendungen (z.B. Augmented und Virtual Reality) und generell die Teilhabe an der europäischen Gigabit-Gesellschaft.

Gleichzeitig steigert WiFi 6/6E die Energieeffizienz der Übertragung gegenüber den bisherigen WiFi Systemen durch intelligentes Bandbreiten Management und einen Tiefschlafmodus von Access-Punkten und Endgeräten. Zudem ermöglicht WiFi 6/6E deutliche Treibhausgasreduktionen in anderen Sektoren, insbesondere bei Heimarbeit, E-Lernen, E-Gesundheitsdiensten, Gebäudesteuerung, Transport und Verkehr und unterstützt so den Green Deal der Europäischen Kommission.

Die derzeitige Freigabe eines Frequenzbandes von nur 480 MHz im 6 GHz-Band für WiFi 6E durch die EU ist im Vergleich mit der Freigabe von 1.200 MHz in wichtigen Ländern Asiens und vielen Ländern Nord- und Südamerikas nur ein kleiner Schritt in die Richtung zur frühzeitigen Bandbreitenerweiterung.

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Kurzstudie „Lokale Zustellung für den Einzelhandel: Fallbeispiele für lokale Online-Marktplätze“ veröffentlicht

Fallstudien für die intelligente Verknüpfung von Handel und Zustellung

Die Transformation des Handels hin zu mehr Onlineshopping wird durch die Corona-Pandemie stark beschleunigt. Inhabergeführte Einzelhandelsgeschäfte geraten zunehmend unter Druck, während Innenstädte veröden. Eine Möglichkeit, dieser Entwicklung zu begegnen, sind lokale Online-Marktplätze, die den stationären Handel intelligent mit passenden Zustelllösungen verknüpfen. Die Kurzstudie stellt fünf Beispiele aus verschiedenen städtischen und ländlichen Regionen vor, in denen lokale Online-Marktplätze initiiert wurden.

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10 Hebel zur Erreichung flächendeckender Gigabitinfrastrukturen

Die Covid-19-Pandemie hat die Relevanz einer vernetzten und digitalisierten Gesellschaft für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und damit die Wichtigkeit eines zügigen Ausbaus möglichst flächendeckender gigabitfähiger Telekommunikationsinfrastrukturen noch einmal deutlich gemacht. Vor diesem Hintergrund benennt die im Auftrag des VATM erstellte Studie 10 konkrete Hebel, die den Weg in die Gigabitgesellschaft in Deutschland beschleunigen können:

Die stärksten Effekte erwarten wir von Vereinfachungen bei den Genehmigungsprozessen sowie einem vermehrten Einsatz alternativer Verlegemethoden. Bei der Breitbandförderung bedarf es einer klaren Priorisierung der Öffentlichen Mittel auf strukturell unterversorgte Gebiete. Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob Teile der hierfür vorgesehenen Mittel nicht auch für nachfrageorientierte Maßnahmen genutzt werden sollten. Schließlich wird die Geschwindigkeit auf dem Weg in Richtung Gigabitinfrastrukturen auch von der Wettbewerblichkeit der Märkte abhängen. Dies betrifft das Vorleistungs- und das Endkundengeschäft für Privat- und Geschäftskunden.

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Open Access Netze für Österreich

WIK Studie untersucht Open Access Modelle in Österreich und leitet Handlungsempfehlungen für die Entwicklung hin zu einer intensiveren Nutzung gigabitfähiger Infrastrukturen ab.

Open Access Netze (OAN), die in unterschiedlicher Ausprägung in einer Reihe von Bundesländern entstanden sind, spielen in Österreich eine wichtige Rolle bei der Glasfasererschließung ländlich geprägter Regionen.

Hierbei handelt es sich um Wholesale-only-Modelle, bei denen der Infrastrukturbetreiber keine eigenen Endkundenprodukte anbietet. Im Vergleich zu vertikal integrierten Modellen bietet dies das Potenzial für intensiven Wettbewerb ohne umfangreiche Investitionen in den Ausbau paralleler Netze. Allerdings ergeben sich durch die Erbringung der verschiedenen Wertschöpfungsstufen durch unterschiedliche Akteure und das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Partnern organisatorische Herausforderungen und Transaktionskosten, die auch zu Lasten des Wettbewerbs gehen. Das Thema der Standardisierung von Produkten, Prozessen und Schnittstellen entlang des Kundenlebenszyklus hat in diesem Zusammenhang hohe Relevanz.

Vor diesem Hintergrund beleuchtet die von WIK und WIFO für das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) durchgeführte Studie den Stand der Standardisierung bei den OAN in Österreich und die Frage, wie diese gesteigert werden kann. Darüber hinaus erfolgt zum ersten Mal eine systematische Auseinandersetzung mit den österreichischen OAN-Modellen aus einer ökonomischen Perspektive. Erfahrungen aus anderen europäischen Mitgliedsstaaten werden vorgestellt, Herausforderungen benannt und Handlungsempfehlungen abgeleitet.

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Das Königswinter Postal Seminar fand zum 19. Mal statt

Postexperten diskutierten Effekte der EU-Verordnung für grenzüberschreitende Paketsendungen sowie den Wandel von Postdiensten und Postmärkten

Das Königswinter Postal Seminar fand am 9. und 10. November 2021 erstmals als Onlineveranstaltung statt. Es trafen sich internationale Postexperten, um über aktuelle Entwicklungen auf Postmärkten und Regulierungstrends zu diskutieren. Das international renommierte Seminar war mit hochkarätigen Redner*innen von Postunternehmen und Regulierungsbehörden sowie der ERGP und PostEurop besetzt. Im thematischen Fokus standen die ersten Erfahrungen mit der EU-Verordnung für grenzüberschreitende Paketsendungen sowie der Wandel von Postdiensten und Postmärkten.

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Bundesnetzagentur nutzt WIK Tools für Price-Cap Verfahren im Postsektor

WIK-Consult hat 2020 im Auftrag der Bundesnetzagentur, quantitative Methoden zur Bestimmung von Produktivitätsfortschrittsrate identifiziert und deren Eignung für die Entgeltregulierung im deutschen Postmarkt geprüft. Auf dieser Basis hat WIK-Consult vier Beispiele für eine Anwendung im Postsektor einschließlich dazugehöriger Excel-Tools entwickelt und deren Stärken und Schwächen diskutiert. Im laufenden Price-Cap-Verfahren hat die Bundesnetzagentur erstmals die durch WIK-Consult entwickelten Tools angewendet, um den kostenbasierten X-Faktor mit Werten aus der Vergleichsmarktanalyse zur plausibilisieren. Der Beschlussentwurf, das WIK-Gutachten und die Excel-Tools sind auf der Homepage der Bundesnetzagentur verfügbar.

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Die Rolle von MVNOs in sich wandelnden Märkten

WIK-Consult untersucht MVNO-Geschäftsmodelle in Irland

Im Auftrag der irischen Regulierungsbehörde ComReg hat sich die WIK-Consult mit der Rolle von MVNOs beschäftigt. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf MVNO-Geschäftsmodellen und der Entwicklung dieser vor dem Hintergrund technologischer Innovationen wie IoT, eSIM und 5G, wettbewerblicher Herausforderungen wie Konkurrenz durch Zweitmarken der MNOs, wachsender Datennachfrage und einer geänderten Vermarktungsrealität durch die wachsende Bedeutung digitaler Vertriebskanäle.

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WIK Newsletter Nr. 124, September 2021

Der neue WIK Newsletter steht zum kostenlosen Download zur Verfügung. Neben Beiträgen aus der laufenden Arbeit des WIK enthält er aus aktuellem Anlass zu Beginn einen Beitrag zum Thema "Wettbewerbsoffene Point-to-Point Glasfaserarchitektur:  Ein Urteil aus der Schweiz".

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