Kupfer-Glas-Migration in Frankreich und im Vereinigten Königreich

Der vorliegende Diskussionsbeitrag gibt einen Einblick in die Rahmenbedingungen und den Stand des Migrationsprozesses von Kupfer- zu Glasfasernetzen in Frankreich und im Vereinigten Königreich. Dabei haben Frankreich und UK trotz der unterschiedlichen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, unter denen die Kupfer-Glas-Migration stattfindet, einige Gemeinsamkeiten: Beide Regulierungsbehörden Ofcom und ARCEP haben die Rahmenbedingungen für die Abschaltung von Kupfernetzen bzw. für einen Vermarktungsstopp (Stop Sell) von kupferbasierten Vorleistungen und Diensten und den Zugang zu FTTH-Vorleistungen im Rahmen der Marktanalyse der Breitbandvorleistungsmärkte regulatorisch festgelegt, so dass Standardprodukte verfügbar und die Bestellprozesse implementiert sind. Die Rahmenbedingungen umfassen auch eine Mindestabdeckung, die die Einhaltung von Ankündigungsfristen sowie detaillierte Informationspflichten im Rahmen des Monitoring des Abschalteprozesses festlegt. Es werden Pilotprojekte für die Migration der Kunden zu Glasfasernetzen durchgeführt, in Frankreich auch in Gebieten, in denen alternative Netzbetreiber Glasfaser ausgebaut haben.

Zunächst werden Strukturparameter aufgeführt, die für den Glasfaserausbau in Frankreich und UK eine Rolle spielen, und zu den entsprechenden Zahlen in Deutschland in Beziehung gesetzt. Dem schließen sich die Kapitel zu den jeweiligen Migrationsprozessen in den beiden Ländern an. Dabei werden jeweils zunächst die Rahmenbedingungen für die freiwillige Migration dargestellt, bevor auf die regulatorischen Rahmenbedingungen und den derzeitigen Stand der Migrationsprozesse eingegangen wird. Das Papier endet mit einem Fazit aus den Länderfallstudien UK und Frankreich.

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Interoperabilitätsvorschriften für digitale Dienste

Bedeutung für Wettbewerb, Innovation und digitale Souveränität insbesondere für Plattform- und Kommunikationsdienste

Digitale Märkte weisen starke Konzentrationstendenzen und eine Entwicklung zu immer stärker verzahnten, sich verschließenden Ökosystemen auf.

In dieser Studie, die im Auftrag der Bundesnetzagentur erstellt wurde, wird (ein Mangel an) Interoperabilität (IOP) als mögliche Ursache oder Treiber solcher Konzentrationstendenzen beleuchtet und der Bedarf für entsprechende IOP-Verpflichtungen analysiert. Dabei werden neben den Zielen und möglichen positiven Auswirkungen solcher Vorschriften auch eine Reihe von Risiken herausgearbeitet. IOP kann einerseits das Nutzen von zuvor firmenspezifischen Netzwerkeffekten für mehr Marktteilnehmer auf horizontaler und vertikaler Ebene ermöglichen und somit Lock-In-Effekte reduzieren. Auf vertikaler Ebene können so häufig Innovationsanreize und modulare Kombinationsmöglichkeiten über vor- und nachgelagerte Wertschöpfungsstufen hinweg geschaffen werden. Insbesondere auf horizontaler Ebene kann es aber auch zu einer Einschränkung von Differenzierungs- und Innovationsmöglichkeiten kommen, da IOP ein gewisses Maß an Homogenisierung bedingt, gerade wenn aus technischer Sicht eine starke Standardisierung erforderlich ist, um eine effektive IOP zu erreichen.

Neben technischen, ökonomischen und juristischen Grundlagen von IOP und deren Auswirkungen auf Dienste der Plattformökonomie liegt der Fokus der Studie insbesondere auf Online-Kommunikationsdiensten und nummernunabhängigen interpersonellen Telekommunikationsdiensten (NI-ICS), für die zuletzt im Digital Markets Act (DMA) eine IOP-Verpflichtung vorgesehen wurde. Zwar ist der Markt der Online-Kommunikationsdienste stark durch Dienste des Meta-Konzerns geprägt, dennoch ist Multi-Homing (das parallele Nutzen unterschiedlicher Dienste) als Alternative zu IOP hier günstig möglich und entsprechend stark verbreitet. Demgegenüber stehen gerade durch die hohe technische Komplexität solcher Dienste eine Reihe von Kosten und Risiken von IOP-Verpflichtungen, die mögliche Abstriche u. a. des Sicherheitsniveaus, der Nutzbarkeit und der Marktakzeptanz befürchten lassen. Vor diesem Hintergrund sollte die anstehende praktische Implementierung regulatorisch eng begleitet werden, um die identifizierten Risiken bestmöglich zu minimieren.

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Stadt.Land.Digital veröffentlicht Kommunalstudie 2022

Repräsentative Befragung von 555 Kommunen

Die von WIK-Consult geführte Geschäftsstelle Stadt.Land.Digital hat im Frühjahr 2022 eine repräsentative Befragung von Kommunen durchgeführt. Diese Kommunalstudie von Stadt.Land.Digital, einer Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), zeigt, dass sich die digitale Transformation in deutschen Städten, Gemeinden und Regionen weiterhin dynamisch entwickelt. Der Anteil der Kommunen, die eine Digitalisierungsstrategie verabschiedet haben, liegt nun über 25 %. Der interkommunale Austausch wird als besonders wichtiges Mittel gesehen, mit dem die digitale Transformation unterstützt werden kann. Auch Checklisten, Leitfäden und konzeptionelle Strategieberatung werden von vielen Kommunen gewünscht.

Thematisch stehen 2022 besonders die durch das Onlinezugangsgesetz getriebene Verwaltungsdigitalisierung sowie der Ausbau von Breitband- und WLAN-Netzen im Vordergrund. Auch Maßnahmen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung sind bei über der Hälfte aller Kommunen, die an einer Digitalisierungsstrategie arbeiten, Teil dieser Digitalisierungsstrategie.

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Neue Studie „Blockchain im Mittelstand“ veröffentlicht

Die dritte Studie für das BMWK im Rahmen des Fachdialogs Blockchain

Die Blockchain-Technologie bietet große Potenziale für den Mittelstand, z.B. in Form von Effizienzsteigerungen, verbesserter Datensicherheit oder neuen Finanzierungsmöglichkeiten. Allerdings gibt es einige Faktoren, die die Umsetzung von Blockchain-Lösungen im Mittelstand und damit die Realisierung dieser Potenziale behindern können.

Ein Beispiel ist der Mangel an IT-Fachkräften im Mittelstand. Auch die noch fehlende Standardisierung und die nicht vollständig gewährleistete Interoperabilität können dazu führen, dass der Mittelstand vor einer Implementierung zurückschreckt. Je nach konkreter Ausgestaltung der Blockchain-Governance können neue Abhängigkeiten für KMU entstehen, insbesondere in Szenarien mit einem dominanten Akteur in der Wertschöpfungskette.

In dieser Studie werden die Handlungsoptionen drei Feldern zugordnet: „Ordnungsrahmen setzen, um Unsicherheit zu reduzieren“, „Wissenstransfer unterstützen, um Vertrauen zu schaffen“ und „Netzwerkaufbau fördern, um Synergien zu nutzen“.

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Kommunen nutzen smarte Lösungen für den Klimaschutz

Bundeskonferenz Stadt.Land.Digital - Klimaziele kommunal digital meistern

Am 14. Juni 2022 fand die Bundeskonferenz „Klimaziele kommunal digital meistern“ der Initiative Stadt.Land.Digital in Berlin statt. Dr. Franziska Brantner, Parlamentarische Staatssekretärin im BMWK, begrüßte die Teilnehmenden.

Dr. Christine Kahlen (Leiterin der Unterabteilung Digitalpolitik und digitale Wirtschaft im BMWK) diskutierte mit Alexander Handschuh (Sprecher des DStGB), Claudia Kalisch (Oberbürgermeisterin von Lüneburg), Sabine Meigel (Vorsitzende des AK Digitalisierung des Deutschen Städtetags) und Dr. Susanna Zapreva (Vorstandsvorsitzende, enercity AG), wie smarte Technologien zum Klimaschutz beitragen können. Es gibt bereits eine Vielzahl an guten Beispielen für Smart-City-Projekte, daher müssen Innovationen nicht immer im Vordergrund stehen. Die Vernetzung zwischen den Kommunen und ein Austausch über gute Beispiele aus der kommunalen Praxis sind hingegen grundlegend für eine erfolgreiche digitale Transformation in der Breite. Dabei ist die Digitalisierung kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, um Klimaschutz und andere Ziele in Kommunen zu erreichen.

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Mittelstand-Digital Kongress am 19. Oktober 2022 in hybrider Form

Auf dem im Oktober anstehenden Mittelstand-Digital Kongress „Unternehmen nachhaltig und sicher ausrichten“ stehen Energieeffizienz, nachhaltiges und ressourcenschonendes Wirtschaften sowie Zukunftssicherheit und Resilienz im Mittelpunkt. Der Kongress setzt sich intensiv mit der Frage auseinander, wie der Mittelstand gegen die vielfältigen Umbrüche der Gegenwart und Zukunft gewappnet werden kann – von Digitalisierung über Nachhaltigkeit bis IT-Sicherheit. Die Teilnehmenden erwarten neben einem Grußwort von Frau Dr. Franziska Brantner, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, spannende Impulse aus mittelständischen Unternehmen und innovativen Praxisprojekten.

Der Mittelstand-Digital Kongress findet ganztägig am Mittwoch, 19. Oktober 2022, im Umweltforum Berlin statt. Es handelt sich um eine hybride Veranstaltung, an der auch online teilgenommen werden kann.

Für weitere Infos zum Mittelstand-Digital Kongress sowie die Möglichkeit zur Registrierung klicken Sie bitte auf "Mehr".

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