Die Republik Österreich hat sich eine flächendeckende Abdeckung mit gigabitfähigen VHCN-Anschlüssen bis 2030 zum Ziel gesetzt. Dieses Ziel setzt sowohl ein starkes Engagement der Marktakteure im eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau als auch die Bereitstellung öffentlicher Mittel für den geförderten Ausbau in nicht eigenwirtschaftlich erschließbaren Gebieten voraus.
Im Rahmen der Breitband-Initiative BBA2030 wurden bislang Programmmittel in Höhe von 1,03 Mrd. € alloziert, von denen mit 902 Mio. € der weitaus größte Teil auf das OpenNet-Programm entfällt.
Der Evaluationsbericht beurteilt einerseits die bisherigen Erfahrungen mit dem BBA2030-Programm und untersucht andererseits, ob und wie die österreichischen Breitbandziele unter Berücksichtigung der Initiativen auf europäischer Ebene erreicht werden können. Er setzt dabei
- auf den Ergebnissen einer großen Zahl an Experteninterviews mit Vertretern des Fördergebers, der Fördernehmer, der Abwicklungsstelle, der RTR sowie von Ländern und Kommunen,
- auf der Auswertung statistischen Datenmaterials aus verschiedenen Quellen unter Verwendung deskriptiver und ökonometrischer statistischer Verfahren sowie
- auf der Analyse von Veröffentlichungen, Vermerken, Entscheidungen sowie schriftlichen und elektronischen Konversationen aus öffentlichen und nicht öffentlich zugänglichen Quellen auf.
Neben der (vorläufigen) Beantwortung der Evaluierungsfragen gemäß des Evaluierungsplans werden Empfehlungen für eine mögliche Prolongation des Programms abgeleitet, es wird auf Besonderheiten des österreichischen Marktes eingegangen und diskutiert, ob und wie Österreich die europäischen Konnektivitätsziele erreichen kann. Die Schlussfolgerungen umfassen sowohl konkrete Reformvorschläge für das Programmdesign und die operative Umsetzung der Förderung im Rahmen einer möglichen Prolongation als auch Ansätze, die Impulse für den eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau in Österreich liefern können.